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  • Sport auf Rezept: verordnete Aktivitätskategorien der richtigen Ausstattung zuordnen

Sport auf Rezept: verordnete Aktivitätskategorien der richtigen Ausstattung zuordnen

Depuis le décret n° 2023-234 du 30 mars 2023, la prescription d'activité physique adaptée ne concerne plus les seules affections de longue durée. Le matériel destiné à l'APA doit démarrer à résistance nulle, rester accessible et permettre un suivi des paramètres d'effort. Cet article détaille les familles de matériel et les protocoles associés.

by Michaël Galy / Donnerstag, 16 April 2026 / Published in Conseils d'aménagement

In Programmen für Bewegung auf Verordnung verordnen Ärztinnen und Ärzte Kategorien von Aktivität – Ausdauer, Kräftigung, Gleichgewicht, Beweglichkeit, Koordination – und keine Geräte. Die Fachkraft für Bewegung übersetzt diese Verordnung in ein Programm, und die Ausstattung der Einrichtung muss deshalb alle fünf Kategorien abdecken, mit Verstellbereichen, die weit genug für Patientinnen und Patienten mit sehr unterschiedlicher Leistungsfähigkeit sind – von der Rekonditionierung nach einer Krebserkrankung bis zur Sturzprävention bei gebrechlichen älteren Menschen. Dieser Beitrag liefert die Zuordnung von Verordnung zu Ausstattung, die Betreuungsstufen, die indikationsbezogene Auswahl und die Anforderungen an die Nachweisführung. Die Einkaufsliste auf Einrichtungsebene finden Sie in unserem Begleitbeitrag zur Ausstattung von Gesundheitssportzentren; dieser Text ist die klinische Zuordnung dahinter.

Auf dieser Seite

  • Der Rahmen: verordnete Bewegung wächst in ganz Europa
  • Die fünf verordneten Kategorien und die jeweils erforderliche Ausstattung
  • Betreuungsstufen und was sie für die Ausstattung bedeuten
  • Indikationsbezogene Geräteauswahl
  • Nachweisführung: die unterschätzte Anforderung
  • Die fünf strukturbildenden Geräteentscheidungen
  • Häufige Fragen
  • Statten Sie Ihr Programm aus
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Der Rahmen: verordnete Bewegung wächst in ganz Europa

Die Überweisung von Patientinnen und Patienten in strukturierte körperliche Aktivität breitet sich in den europäischen Gesundheitssystemen aus – als Exercise Referral und Social Prescribing im Vereinigten Königreich, als verordnete angepasste körperliche Aktivität in Frankreich und in vergleichbaren Programmen anderswo – und reicht über chronische Erkrankungen hinaus bis zu deren Risikofaktoren und zum Verlust der Selbständigkeit. Für die Einrichtungen, die diese Programme umsetzen (Gesundheitszentren, Physiotherapiepraxen, Sportvereine, Pflegeheime, Rehabilitationszentren), wird die Gerätewahl strukturell: Sie entscheidet, welche Verordnungen die Einrichtung überhaupt bedienen kann.

Die fünf verordneten Kategorien und die jeweils erforderliche Ausstattung

Verordnete Kategorie Therapeutisches Ziel Geeignete Ausstattung
Ausdauer Kardiale Rekonditionierung, Blutzuckerkontrolle, funktionelle Leistungsfähigkeit nach Krebserkrankung Liegeergometer (leichter Zugang, Rückenlehne), Laufband mit niedriger Startgeschwindigkeit, Rudergerät mit Magnetwiderstand
Muskuläre Kräftigung Sarkopenie, Osteoporose, Sturzprävention, postoperative Rehabilitation Verstellbare Bank mit ansteigendem Kurzhantelsatz (0,5 bis 10 kg), Steckgewichtsmaschinen ab 2,5 bis 5 kg, Bänder mit mehreren Widerständen
Gleichgewicht Sturzprävention, Propriozeption Gesicherte Mattenzone, Wackelbretter, wandmontierte Haltestangen, niedrige Hindernisparcours
Beweglichkeit Gelenkbeweglichkeit, Bewegungsumfang, funktioneller Alltagskomfort Matten, Massagerollen, Yogablöcke, Sprossenwände, Pilates-Reformer
Koordination Neuromotorische Umprogrammierung (Parkinson, Schlaganfall, MS), Wendigkeit Funktionelle Bodenparcours, niedrige Hürden, Doppelaufgabenübungen, Zubehör für Propriozeption

Eine Einrichtung, die nur Ausdauer abdeckt, verfehlt die Mehrzahl der Verordnungen. Die Ausstattungsplanung beginnt bei diesen fünf Kategorien und nicht bei einem Gerätekatalog.

Betreuungsstufen und was sie für die Ausstattung bedeuten

Fachkraft Betreute Patientinnen und Patienten Folge für die Ausstattung
Gesundheitsberufe (Physiotherapie, Ergotherapie) Alle, einschließlich schwerer Einschränkungen Klinische Rehabilitationsgeräte neben Fitnessgeräten; Praxis- und Rehazentrumsumfeld
Qualifizierte Fachkräfte für angepasste Aktivität Alle, in allen Einschränkungsgraden Professionelle Fitnessgeräte, auf die Zielgruppe angepasst: leichte Startlasten, ansteigender Widerstand, stufenloser Zugang
Zertifizierte Trainerinnen und Trainer Ausschließlich ohne schwere Einschränkungen Professionelle Standardgeräte, mit betreutem Zugang und angepasster Anleitung

Der für die Beschaffung entscheidende Unterschied: Patientinnen und Patienten mit schweren Einschränkungen müssen unter Aufsicht eines Gesundheitsberufs oder einer Fachkraft trainieren, an Geräten, die der betreuenden Person die vollständige Kontrolle über Last, Geschwindigkeit und Bewegungsumfang geben – das schließt Maschinen ohne feine Lastwahl und Geräte aus dem Verbrauchersegment allgemein aus.

Indikationsbezogene Geräteauswahl

Indikation oder Zielgruppe Vorrangiges Ziel Bevorzugte Ausstattung
Typ-2-Diabetes Blutzuckerkontrolle, Reduktion der Fettmasse, Ausdauer Liegeergometer (Einheiten von 30 bis 45 Minuten), ansteigende Ganzkörperkräftigung
Nach abgeschlossener Krebsbehandlung Rekonditionierung, Verringerung der Erschöpfung Sanftes Cardio plus angepasste Kräftigung mit sehr behutsamer Steigerung
Herz-Kreislauf-Erkrankung Kardiologische Rehabilitation Phase III, überwachte Ausdauer Ergometer mit Herzfrequenzsteuerung in Echtzeit, Laufband mit sanfter Steigung
Parkinson und neurologische Erkrankungen Koordination, Gleichgewicht, neuromotorische Umprogrammierung Funktionelle Parcours, Doppelaufgaben, gesicherte Mattenzone
Adipositas und Übergewicht Reduktion der Fettmasse, Kräftigung unter Last Sitzendes Ergometer (keine Gelenkbelastung), Rudergerät (ganzkörperlich), Steckgewichtsmaschinen
Gebrechliche ältere Menschen, Sturzprävention Gleichgewicht, Kräftigung der unteren Extremität, funktionelles Gehen Barren, Wackelbretter, Matten, Outdoor-Fitnessparcours
Osteoporose Mechanische Knochenbelastung, Kräftigung, Gleichgewicht Übungen unter Last (Gehen, unterstützte Kniebeugen), ansteigende Kurzhanteln; keine stoßintensiven Geräte

Nachweisführung: die unterschätzte Anforderung

Verordnungsprogramme leben von der Dokumentation zwischen verordnender Ärztin, ausführender Fachkraft und Patientin. Die Ausstattung tritt auf zwei Ebenen in diesen Kreislauf ein:

  • Dokumentierte Konformität: Bescheinigungen nach EN ISO 20957-1 im Innenbereich – Klasse S als Mindestanforderung, Klasse I dort, wo die inklusive Nutzung durch Menschen mit besonderem Bedarf ausdrücklich vorgesehen ist – und EN 16630 im Außenbereich, archiviert und für eine behördliche Prüfung oder nach einem Zwischenfall verfügbar. Geräte ohne Konformitätsunterlagen erzeugen ein rechtliches Risiko für die Einrichtung.
  • Nachvollziehbarkeit der Einheiten: Periodische Berichte an die verordnende Stelle beschreiben Übungen, Lasten, Intensitäten und Dauern. Geräte mit digitalen Konsolen (Watt, Herzfrequenz, Dauer) speisen diese Berichte unmittelbar; analoge Geräte erzwingen die Erfassung von Hand und erhöhen den Verwaltungsaufwand der Fachkraft.

Für die Physiotherapie erlauben mittlerweile mehrere Programme, die Erstverordnung innerhalb festgelegter Grenzen anzupassen oder zu verlängern – ein Zugewinn an fachlicher Eigenständigkeit, der die Investition in eine ordentliche Fläche für angepasste Aktivität in der Praxis rechtfertigt, über die klassischen Rehabilitationsgeräte hinaus. Die Ausstattung eines Trainingsraums in der Physiotherapiepraxis behandeln wir in einem eigenen Beitrag.

Die fünf strukturbildenden Geräteentscheidungen

  1. Alle fünf verordneten Kategorien abdecken. Ausdauer, Kräftigung, Gleichgewicht, Beweglichkeit, Koordination – eine reine Cardiofläche kann die Zielgruppe nicht bedienen.
  2. Feine Verstellbarkeit priorisieren: Lasten ab 0,5 oder 2,5 kg, Laufbandstart unter 1 km/h, ansteigende Widerstände. Diese Patientinnen und Patienten sind keine Athleten; die Geräte passen sich ihnen an, nicht umgekehrt.
  3. Die normative Konformität archivieren: EN ISO 20957-1 im Innenbereich, EN 16630 im Außenbereich – von Behörden und Versicherern abrufbar.
  4. In die Messung investieren, nicht nur in Maschinen: Konsolen mit Watt, Herzfrequenz und Dauer halbieren den Berichtsaufwand.
  5. Die Investition an verfügbaren öffentlichen Förderungen ausrichten: Die Einrichtungen, die solche Programme umsetzen – Gesundheitszentren, Pflegeheime, kommunale Anlagen – können für die Geräteinvestition in der Regel öffentliche Förderprogramme nutzen; prüfen Sie die Förderfähigkeit vor der Bestellung. Speziell für die Arbeit mit älteren Menschen siehe unsere Ausstattung für Pflegeheime.

Häufige Fragen

Welche Ausstattung braucht ein Programm für Bewegung auf Verordnung mindestens?

Ein Liegeergometer, ein oder zwei Steckgewichtsstationen mit feiner Abstufung, eine verstellbare Bank mit leichten Kurzhanteln, eine gesicherte Mattenzone mit Haltestangen sowie Bänder und Zubehör für die Propriozeption – damit sind alle fünf verordneten Kategorien auf rund 40 bis 60 m2 abgedeckt.

Können übliche Studiogeräte diese Patientinnen und Patienten bedienen?

Teilweise. Die Hindernisse sind die Startlasten (viele Gewichtsblöcke beginnen bei 5 bis 10 kg, zu schwer für dekonditionierte Personen), die Mindestgeschwindigkeit der Laufbänder und die Einstiegshöhe der Ergometer. Solche Flächen brauchen Geräte, die für niedrige Einstiegswerte und feine Steigerung ausgelegt sind.

Wer darf die Betreuung übernehmen?

Das hängt vom Einschränkungsgrad und vom nationalen Programm ab: Gesundheitsberufe bei schweren Einschränkungen, qualifizierte Fachkräfte für angepasste Aktivität in allen Graden, zertifizierte Trainerinnen und Trainer bei Personen ohne schwere Einschränkungen. Die Ausstattung muss zum tatsächlich verfügbaren Betreuungsmodell passen.

Warum sind Konsolen in diesem Umfeld so wichtig?

Weil das Programm eine Rückmeldung an die verordnende Stelle verlangt. Leistungs-, Herzfrequenz- und Dauerdaten, die das Gerät erfasst, fließen unmittelbar in den periodischen Bericht; ohne sie muss jede Einheit von Hand protokolliert werden.

Ist Klasse I für diese Flächen vorgeschrieben?

Nicht durchgängig – Klasse S ist die gewerbliche Grundanforderung nach EN ISO 20957-1. Klasse I bezeichnet professionelle Geräte, die für die inklusive Nutzung durch Menschen mit besonderem Bedarf ausgelegt sind; sie ist die passende Vorgabe für Stationen, die den am stärksten eingeschränkten Nutzenden dienen, und keine höhere Intensitätsstufe gegenüber Klasse S.

Statten Sie Ihr Programm aus

Light In Fitness stattet Gesundheitszentren, Physiotherapiepraxen, Pflegeheime und kommunale Einrichtungen aus, die verordnete Bewegung umsetzen: kategorienvollständige Ausstattungspläne, Geräte mit feiner Abstufung, Konformitätsunterlagen und Montage. Senden Sie uns Ihr Patientenprofil und Ihre Fläche, und Sie erhalten innerhalb von 24 Arbeitsstunden einen kalkulierten Plan. Fordern Sie Ihr kostenloses Angebot an.

Réalisations documentées

  • Cage street workout ultime, Carcassonne – armee francaise
  • Cage street workout ultime, Tahiti – armee francaise, Polynesie
  • Cage SP Max, centre EPIDE de Combree – etablissement public d insertion
  • Cage SP Max, lycee Saint-Benigne de Dijon – etablissement scolaire

Sources et références

  • Code du sport, articles R322-4 à R322-43 – garanties d’hygiène et de sécurité applicables aux établissements d’activités physiques et sportives (Légifrance)
  • NF EN ISO 20957-1 – équipement d’entraînement fixe, partie 1 : exigences générales de sécurité et méthodes d’essai (AFNOR)
  • AFNOR Normalisation – dossier thématique sur les appareils d’entraînement fixes et leurs classes d’usage

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About Michaël Galy

Michaël Galy est fondateur et directeur de Light In Fitness, expert en équipements de fitness et musculation professionnels depuis 2013. Fort de plus de 15 ans d'expérience dans l'équipement sportif professionnel, il accompagne les salles de sport, box CrossFit, hôtels, collectivités et établissements de santé dans leurs projets d'aménagement fitness de A à Z. Consultant reconnu en France et en Europe, Michaël Galy a équipé plus de 500 établissements professionnels. Il partage régulièrement son expertise sur les tendances fitness, les normes de sécurité et les meilleures pratiques d'aménagement des espaces sportifs professionnels.

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