Einen Spielplatz zu bauen heißt nicht, die auffälligsten Geräte aus einem Katalog auszuwählen. Für eine Schule, eine Kommune, einen Campingplatz oder ein Hotel ist es ein kleines Bauvorhaben mit drei untrennbaren Bestandteilen: Spielgeräte nach der Normenreihe EN 1176, ein Fallschutzboden nach EN 1177 und ein schriftlicher Wartungsplan. Sind diese drei Punkte geklärt, ergibt sich der Rest des Projekts – Anordnung, Beschattung, Wegeführung, Budget – fast von selbst.
Zuerst der Standort, dann der Katalog
Die erste Entscheidung betrifft den Standort. Sie benötigen eine großzügige, freie Fläche, die auch die Sicherheitsbereiche jedes einzelnen Geräts aufnimmt, nicht nur die Geräte selbst. Der Freiraum um eine Schaukel oder ein Drehgerät ist Teil der Anlage und lässt sich später nicht mehr wegkürzen.
Beschattung wiegt schwerer, als in der Planung meist angenommen wird. Vorhandener Baumbestand, ein Sonnensegel oder ein überdachter Sitzbereich halten die Fläche auch in den Mittagsstunden des Sommers nutzbar und schützen Kinder wie Geräteoberflächen. Achten Sie ebenso auf die Sichtachsen: Eine aufsichtführende Person sollte im Sitzen den gesamten Bereich einsehen können.
Die Spielgeräte auswählen
Ein ausgewogener Spielplatz verbindet Rutschen, Schaukeln, Klettern und ruhiges Spiel. Rutschen bleiben das meistgefragte Element und lassen sich am leichtesten begründen. Schaukeln ergänzen ein ruhigeres, rhythmisches Spiel. Holzspielanlagen bringen ein natürliches Element, das in Parks und auf Campingplätzen besonders gut wirkt. Kletterwände, Seilstrukturen und Klettertunnel fördern Koordination, Griffkraft und räumliche Sicherheit.
Ein Sandbereich lohnt sich immer dann, wenn die Altersspanne früh beginnt: Graben, Bauen und Wasserspiel beschäftigen Kleinkinder deutlich länger als jedes bewegte Gerät. Unser Sortiment an Spielplatzgeräten deckt all diese Familien ab, von der einzelnen Federwippe bis zur kombinierten Seil- und Turmanlage.
Eine begriffliche Klarstellung, die in Ausschreibungen immer wieder zu Fehlern führt: Kinderspielgeräte fallen unter die EN 1176-1, während die EN 16630 für fest installierte Outdoor-Fitnessgeräte für Erwachsene gilt. Beide Normen sind nicht austauschbar, und die EN 16630 auf einem Kinderspielgerät anzuführen ist ein Ausschreibungsfehler.
Fallschutzboden: EN 1177 und freie Fallhöhe
Der Fallschutzboden ist die Position, die am häufigsten unterschätzt wird. Gummifliesen, fugenlose Fallschutzbeläge oder lose Schüttungen werden nach EN 1177 bewertet, und die erforderliche Aufbaudicke richtet sich nach der freien Fallhöhe des jeweils darüber montierten Geräts. Eine niedrige Federwippe und ein drei Meter hoher Kletterturm stehen nicht auf demselben Aufbau.
Das heißt: Der Bodenaufbau lässt sich nicht vor den Geräten festlegen, sondern leitet sich aus der größten freien Fallhöhe je Zone ab. Unser Programm an Fallschutzböden ist genau nach diesem Kriterium zusammengestellt.
Verankerung, Montage und Lebensdauer
Jede Struktur muss so verankert werden, dass sie im Betrieb standsicher und unverrückbar ist. Betonfundamente, Bodenhülsen und Verankerungssätze werden zusammen mit dem Gerät festgelegt und niemals auf der Baustelle improvisiert. Holzbauteile benötigen gegebenenfalls einen Witterungsschutz oder eine Kesseldruckimprägnierung gegen Fäulnis und Insektenbefall; verzinkter Stahl und Edelstahl verlangen über die Standzeit der Anlage deutlich weniger Aufmerksamkeit.
Light In Fitness hat seit 2013 mehr als 500 Einrichtungen ausgestattet, mit Garantien von bis zu 20 Jahren auf Stahlstrukturen und lebenslanger Garantie auf Edelstahlkomponenten. Eine Anlage wie die Holzspielanlage Cube Maxi ist genau für diese Art dauerhafter öffentlicher Installation ausgelegt.
Wartung und Prüfbuch
Ein Spielplatz ist eine Anlage mit einem Betreiber, keine einmalige Anschaffung. Regelmäßige Sichtkontrollen, wiederkehrende funktionale Inspektionen und die jährliche Hauptinspektion gehören zum normalen Betrieb, und der Betreiber muss ein datiertes Verzeichnis der durchgeführten Kontrollen führen. Dieses Prüfbuch ist das erste Dokument, das Versicherer oder Prüfstellen sehen wollen.
Kalkulieren Sie Verschleißteile von Anfang an ein: Seilendverbindungen, Lager, Schaukelsitze, Verbindungsmittel und Bodenrandprofile sind die Bauteile, die altern. Sie planmäßig zu tauschen ist erheblich günstiger, als eine Spielfläche sperren zu müssen.
Häufige Fragen
Welche Normen gelten für einen Kinderspielplatz?
Die EN 1176-1 gilt für die Spielgeräte selbst. Die EN 1177 gilt für den Fallschutzboden darunter. Beide sind auf einem öffentlichen Spielplatz anzuwenden und werden getrennt bewertet.
Wie dick muss der Fallschutzboden sein?
Es gibt keine pauschale Antwort: Der erforderliche Aufbau ergibt sich zonenweise aus der freien Fallhöhe der darüber montierten Geräte. Legen Sie zuerst die Geräte fest, dann den Bodenaufbau.
Dürfen Outdoor-Fitnessgeräte für Erwachsene auf derselben Fläche stehen?
Ja, aber als eigener Bereich mit eigener Norm. Outdoor-Fitnessgeräte für Erwachsene fallen unter die EN 16630 und sollten sich keine Sicherheitsbereiche mit Geräten für kleine Kinder teilen.
Wer ist nach der Eröffnung für die Prüfungen verantwortlich?
Der Betreiber der Anlage. Die Kontrollen sind in festgelegten Abständen durchzuführen und mit Datum in einem jederzeit einsehbaren Verzeichnis zu dokumentieren.
Ihr Projekt planen
Ein Spielplatz funktioniert dann, wenn Geräte, Fallschutzboden und Wartungsplan gemeinsam festgelegt wurden. Senden Sie uns die Maße der Fläche, die abzudeckende Altersspanne sowie Vorgaben zu Zufahrt und Untergrund, und unser Team erstellt Ihnen eine normgerechte Anordnung und ein bepreistes Angebot. Angebot anfordern – Sie erhalten eine Leistungsbeschreibung, die Sie direkt ausschreiben können.
Sources et références
- Décret n° 96-1136 du 18 décembre 1996 – prescriptions de sécurité relatives aux aires collectives de jeux (Légifrance)
- NF EN 1176-1 – Équipements et sols d’aires de jeux, partie 1 : exigences de sécurité et méthodes d’essai générales (AFNOR)
- NF EN 1177 – revêtements de surface amortissants : détermination de la hauteur de chute critique (AFNOR)
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