Das Rig entscheidet, wie viele Personen eine Kraftfläche gleichzeitig bedienen kann, und es wird häufiger über den Preis als über die Spezifikation beschafft. Zwei Angaben leisten dabei fast die gesamte Arbeit: der Pfostenquerschnitt, der bestimmt, was ein Feld tragen kann, und der Pfostenabstand, der die Flächenaufteilung bestimmt. Dieser Leitfaden behandelt beides, dazu den tatsächlichen Unterschied zwischen Rig und Rack, unsere beiden Pfostenserien und die Frage, wie eine Konfiguration aussieht, die in fünf Jahren noch wachsen kann.
Woher Rigs und Racks kommen
Das Rack wird Bob Peoples zugeschrieben, einem Athleten, der in den 1940er Jahren einen Rahmen baute, um die beladene Hantel abzustellen und ohne Sicherungspartner schwer trainieren zu können. Das Prinzip ist unverändert: Eine Struktur, die die Hantel auf der richtigen Höhe hält, erlaubt sicheres Aufladen, Scheitern und Ablegen. Geändert hat sich der Maßstab. Ein Rack bedient eine Person, ein Rig bedient eine Gruppe, und deshalb beschaffen gewerbliche Anlagen Rigs.
Rig oder Rack? Das ist nicht dieselbe Beschaffung
Ein Rig ist eine modulare Struktur aus senkrechten Pfosten im Abstand von 180 cm, die zu einem durchgehenden Rahmen verbunden sind. Da die Pfosten über ihre gesamte Länge gelocht sind, lässt sich Zubehör beliebig ergänzen und entfernen: Klimmzugstationen, Aufhängepunkte für Kletterseile, Ringe, Lagerung. Ein Rig ersetzt eine Reihe einzelner Geräte und bedient mehrere Nutzer gleichzeitig.
Ein Rack ist auf Langhantelarbeit ausgelegt. Es trägt J-Haken, die die Hantel zwischen den Sätzen aufnehmen, und reicht vom einfachen Squat Stand bis zum vollständigen Käfig mit integriertem Zubehör. Unsere Racks arbeiten mit einem Pfostenabstand von 120 cm, jener Geometrie, die eine stabile Basis für Kniebeugen und Kreuzheben bietet, ohne Fläche zu verschenken.
Die praktische Regel: Racks für Langhanteltraining an einem festen Platz, ein Rig dann, wenn eine Struktur viele Übungen und viele Nutzer gleichzeitig aufnehmen soll. Die meisten gewerblichen Flächen haben am Ende beides. Sehen Sie sich unsere CrossFit-Rigs und -Racks, unsere Racks und Power Cages und unsere Squat Racks und Power Racks an, um den Unterschied in der Praxis zu sehen.
Die drei Konfigurationsfamilien
1. Konfigurierbare Stationen
Einfache Rigmodule, die nach Ihrem Plan zusammengestellt werden: wandmontiert, freistehend oder mit integrierten Lagerfeldern. Der Weg, wenn der Raum die Struktur vorgibt und nicht umgekehrt.
2. Vorkonfigurierte Stationen
Komplette Rigstationen mit bereits ausgewähltem Zubehörsatz. Der Weg für Betreiber, die eine geschlossene Lösung, einen festen Preis und einen kurzen Ausschreibungszyklus wollen.
3. Calisthenics-Stationen
Strukturen für das Training mit dem eigenen Körpergewicht, mit Barren und Leitern, für Anlagen, deren Nutzer ohne Zusatzlast trainieren. Sie nutzen dasselbe Pfostensystem und lassen sich später mit Rigzubehör erweitern.
Zwei Pfostenserien, zwei verschiedene Aufgaben
| Serie | Pfostenquerschnitt | Wandstärke | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Modular | 6 x 6 cm | 3,5 mm | Einfache, erweiterbare Konfigurationen; eine Erstinstallation, die modulweise wachsen soll |
| 360 Grad | 8 x 8 cm | 4,2 mm | Anspruchsvolle Anlagen; Lochungen auf allen Pfostenseiten erlauben Zubehör in jede Richtung |
Der Unterschied ist nicht kosmetisch. Die Serie Modular bietet ausgezeichnete Stabilität für Standardkonfigurationen und erlaubt es, Zubehör mit dem Trainingsprogramm zu ändern. Die Serie 360 Grad ist auf allen Pfostenseiten gelocht, sodass ein Pfosten Zubehör auf vier statt auf zwei Seiten tragen kann: bei gleicher Grundfläche ergibt das deutlich mehr Stationen.
Die Oberfläche entscheidet über die Nutzungsdauer
Jeder Pfosten erhält eine kratzfeste Beschichtung, die dafür sorgt, dass ein Rig auch nach Jahren mit Scheiben und Hanteln vorzeigbar bleibt. Für Aufstellungen im Freien werden die Pfosten verzinkt und anschließend lackiert, sodass der Stahl vor der Farbgebung gegen Korrosion geschützt ist. Ein nur lackiertes Rig versagt im Außenbereich innerhalb weniger Saisons am Fußpunkt.
Auch die Farbe ist ein Ausschreibungspunkt und kein Detail. Das Rig ist in den meisten Trainingsräumen das größte sichtbare Objekt, und die Beschichtung ist in einer breiten Farbpalette verfügbar, damit es Teil der Gestaltung wird und nicht als Industriestahl im Raum steht.
Zubehör und Lagerung: der stets unterschätzte Posten
Modularität nützt nur, wenn sie eingeplant wird. Klimmzugstangen, Kurzhantelablagen, Lagerung für Kettlebells und Bälle, Scheibenaufnahmen, Plattformen an den Rahmenenden: Jedes Element wird ohne Werkzeug und ohne Eingriff in die Struktur am gelochten Pfosten ergänzt.
Die Lagerung verdient besondere Aufmerksamkeit. Lose Zubehörteile auf der Trainingsfläche sind in gewerblichen Anlagen die häufigste Ursache für Verletzungen und für Materialverlust. Lagerung schon in der Ausschreibung in das Rig zu integrieren kostet einen Bruchteil dessen, was separate Regale später kosten, und gibt Trainingsfläche zurück.
Rig und Rack wirksam einsetzen
Ein Rack braucht Langhantel und Scheiben, um nützlich zu sein. Ein Rig ist eigenständiger: Mit Klimmzugstangen, Ringen und Aufhängepunkten trägt es eine vollständige Einheit ohne Zusatzlast. Auch schwerere Geräte wie eine Multipresse oder eine Beinpresse lassen sich in den Rahmen integrieren, wodurch aus einer einzigen Struktur nahezu eine komplette Trainingsfläche wird.
Welchen Weg Sie auch wählen: Schreiben Sie nach EN ISO 20957-1 Klasse S aus, der Klassifizierung stationärer Trainingsgeräte für den professionellen und gewerblichen Einsatz. Die Klasse I derselben Normenfamilie ist eine professionelle Klasse mit barrierefreiem Zugang; sie liegt nicht über der Klasse S, und wer sie so behandelt, bestellt das falsche Produkt.
Häufige Fragen
Wandmontiert oder freistehend?
Die Wandmontage spart Fläche und ist die übliche Wahl an einer tragfähigen Massivwand. Freistehend ist erforderlich, wenn die Wand die Last nicht aufnimmt, wenn das Rig mitten im Raum steht oder wenn Zugang von beiden Seiten gebraucht wird. Das entscheidet die Wand, nicht die Vorliebe.
Lässt sich ein Rig nachträglich erweitern?
Ja, und genau deshalb kauft man eines. Zusätzliche Felder werden an den bestehenden Rahmen angeschlossen, Zubehör wird auf den vorhandenen Lochungen montiert. Die Erweiterung fällt deutlich leichter, wenn die Erstkonfiguration bereits dafür ausgelegt wurde. Deshalb fragen wir nach Ihrer Fünfjahresplanung und nicht nur nach Ihrem heutigen Mitgliederstand.
Welche Serie für eine neue Box?
Die Serie Modular deckt eine Erstinstallation gut ab und bleibt erweiterbar. Die Serie 360 Grad lohnt sich, wenn bereits feststeht, dass auf begrenzter Fläche eine hohe Stationsdichte nötig ist, oder wenn die Struktur auf allen Seiten Zubehör tragen soll.
So planen wir Ihre Struktur
Ein Rig wird aus dem Raum heraus gezeichnet: lichte Höhe, mögliche Verankerung und die Zahl der Personen, die gleichzeitig trainieren sollen. Senden Sie uns Ihren Grundriss und Ihr Einheitenformat, und Sie erhalten eine Konfiguration, eine Zubehörliste und ein Angebot. Angebot anfordern und unser technisches Team meldet sich mit einem Aufstellungsvorschlag.
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