Eine gewerbliche Trainingsfläche auszustatten ist etwas anderes, als einen privaten Raum einzurichten. Geräte, die zwölf bis sechzehn Stunden am Tag laufen, unter Nutzern jeder Statur und jedes Niveaus, werden an der Rahmengeometrie, an der Lagerqualität, an der Haltbarkeit der Polster und daran gemessen, ob Jahre nach der Installation noch ein Ersatzteil verfügbar ist. Dieser Leitfaden fasst zusammen, worauf Sie als gewerblicher Einkauf achten sollten, bevor Sie Kraftgeräte bestellen.
Was ein Kraftgerät zum Profigerät macht
Maßgeblich ist für Indoor-Trainingsgeräte die EN ISO 20957-1 Klasse S, die Klasse für den beaufsichtigten gewerblichen Einsatz: Fitnessstudios, Vereine, Hotels, Betriebssportanlagen, Schulen, Rehazentren und Anlagen der Streitkräfte. Klasse S deckt die Lastwechsel, die Sicherheitsabstände und die Standsicherheitsanforderungen ab, die eine gemeinsam genutzte Trainingsfläche stellt. Klasse I ist eine eigenständige Profiklasse für barrierefreien Zugang und richtet sich an Nutzer mit eingeschränkter Mobilität: ein anderer Verwendungszweck, keine Intensitätsstufe oberhalb der Klasse S.
Jenseits der Norm sind die Merkmale mechanisch: geschweißte und pulverbeschichtete Stahlprofile statt dünnem Kantrohr, gekapselte Lager an jedem Drehpunkt, Führungsstangen, die auch nach zehntausenden Wiederholungen fluchten, und Polster, die vor Ort getauscht werden können, ohne das Gerät ins Werk zurückzuschicken.
Die großen Gerätefamilien
Plate-loaded-Geräte werden direkt mit olympischen Hantelscheiben am Bewegungsarm beladen. Sie sind mechanisch einfach, ausgesprochen robust und in kraft- und crosstrainingsorientierten Anlagen weit verbreitet. Unsere Solid-Rock-Plate-loaded-Serie beruht auf diesem Prinzip, mit isolateralen Armen, die jede Seite unabhängig arbeiten lassen.
Steckgewichtmaschinen arbeiten mit Gewichtsblock und Steckbolzen. Sie sind im stark frequentierten Zirkel am schnellsten nutzbar, am einfachsten zu beaufsichtigen und für Einsteiger am sichersten. Deshalb bilden sie das Rückgrat der meisten Studioflächen.
Kabelzugstationen und Multistationen bündeln viele Übungen auf einer einzigen Stellfläche, was entscheidend ist, wenn nicht das Budget, sondern der Quadratmeter die Grenze setzt.
Freihanteln, Racks und Bänke vervollständigen die Fläche und sind für athletische und funktionelle Programme unverzichtbar.
Das vollständige Indoor-Sortiment finden Sie unter professionelle Kraftgeräte.
Ausstattung und Anlagentyp zusammenbringen
Ein innerstädtischer Club mit hoher Frequenz und kurzen Trainingseinheiten fährt am besten mit Steckgewicht- und Kabelzuggeräten, die keine Rüstzeit brauchen. Eine Kraft- oder Cross-Training-Box holt mehr aus Plate-loaded-Geräten, Racks und Plattformen heraus. Hotels und Wohnanlagen lösen das meist mit einer kompakten Mischfläche: wenige Cardiogeräte, eine Multistation und ein kleiner Freihantelbereich. Rehazentren und barrierefreie Anlagen brauchen niedrigen Sitzeinstieg, breiten Zugang und feine Laststufen. Schulen und Vereine brauchen Geräte, die unbeaufsichtigten Fehlgebrauch aushalten, ohne ihre Geometrie zu verlieren.
Ein konkretes Beispiel: eine Maschine wie die vertikale Beinpresse SRX54 belegt gemessen an der Last, die sie aufnimmt, sehr wenig Fläche. Genau deshalb steht sie so häufig in Anlagen, in denen der Quadratmeter teuer ist.
Stahl, Polster und Lebensdauer
Über die Lebensdauer entscheidet der Baustahl. Auf unsere Stahlkonstruktionen geben wir bis zu 20 Jahre Garantie, auf Teile aus Edelstahl lebenslange Garantie. Polster, Seile, Griffe und Lager sind Verschleißteile: entscheidend ist nicht, dass sie nie verschleißen, sondern dass sie katalogisiert, bevorratet und vor Ort durch einen Techniker austauschbar sind.
Häufige Fragen
Können Indoor-Geräte der Klasse S draußen aufgestellt werden?
Nein. Indoor-Geräte sind weder für Witterung noch für unbeaufsichtigten öffentlichen Zugang ausgelegt. Outdoor-Fitnessgeräte für Erwachsene fallen unter die EN 16630, eine eigene Norm mit anderen Anforderungen an Verankerung, Korrosionsschutz und Sicherheit.
Plate-loaded oder Steckgewicht?
Keines von beiden ist grundsätzlich besser. Steckgewicht gewinnt bei Durchsatz und Aufsicht, Plate-loaded bei Robustheit, Widerstandskurve und Wartungsaufwand. Vollständig ausgestattete Flächen nutzen in der Regel beides.
Lässt sich eine Fläche in Etappen ausstatten?
Ja, und oft ist das der vernünftige Weg. Mit dem Steckgewichtkern zu beginnen und Plate-loaded-Stationen später zu ergänzen verteilt die Investition, sofern der Grundriss von Anfang an für die fertige Fläche gezeichnet wird.
Was ist vor der Installation zu prüfen?
Tragfähigkeit der Decke, lichte Höhe für Überkopfübungen, Anlieferweg, der Sportboden selbst und die Verkehrswege zwischen den Geräten. All das lässt sich auf dem Plan sehr viel günstiger lösen als auf der Baustelle.
Ihre Geräteliste vorbereiten
Das nützliche Gespräch beginnt nicht mit einer Liste von Gerätenamen, sondern mit drei Angaben: verfügbare Fläche, erwartete Nutzerzahl und das Trainingsprofil, das Sie anbieten wollen. Senden Sie uns diese drei Punkte, und Sie erhalten von uns eine Flächenplanung und ein bepreistes Angebot: Angebot anfordern.



