Die große Auswahl an Trainingsstationen ist eines der stärksten Argumente eines Studios gegenüber jeder anderen Trainingsform. Hinter dieser Auswahl stehen Profigeräte: mehr Verstellbereich, höhere Lastreserven und ein Nutzungszyklus, der für Geräte im Dauereinsatz ausgelegt ist. Ein Studio auszustatten ist allerdings selten so einfach, wie es aussieht. Es gibt Dutzende Hersteller, Hunderte Modelle und Preisunterschiede, die jeden Betreiber beim ersten Projekt ins Grübeln bringen. Welche Geräte also auswählen, und worauf kommt es dabei an?
Profigeräte: entscheidend ist die Freigabe für den gewerblichen Betrieb
Für ein gewerbliches Fitnessstudio, einen Club oder einen Hotelbereich ist die Ausstattung eine Investition, die sich rechnen muss. Billig ist sie nicht. Ein Gerät nach EN ISO 20957-1 Klasse S, also der Klasse für den professionellen und beaufsichtigten Einsatz, kostet deutlich mehr als leichtere Ausführungen, und das zu Recht. Der Aufpreis bezahlt einen Rahmen, eine Lagerung und eine Elektronik, die auch bei sehr hoher Intensität und starker Frequentierung zuverlässig arbeiten, dazu eine Ersatzteilversorgung, die auch Jahre nach der Lieferung noch existiert. Genau darauf beruht eine lange Nutzungsdauer.
Umgekehrt gilt dasselbe: Geräte ohne Freigabe für den professionellen Einsatz fallen im gewerblichen Betrieb deutlich früher aus, als ihr Preisvorteil reicht. Und eine defekte Station in der meistgenutzten Zone kostet Mitgliedschaften, nicht nur Reparaturrechnungen.
Worauf Sie beim Kauf von Studiogeräten achten sollten
Was heißt es, dass sich ein Gerät rechnet? Schlicht, dass jede aufgestellte Maschine so viele Stunden wie möglich genutzt wird. Das hängt zuerst vom Profil des Studios ab: Ein Betrieb, dessen Mitglieder vor allem auf Muskelaufbau und Definition trainieren, braucht einen anderen Gerätemix als ein Club, der auf Ausdauertraining ausgerichtet ist. Die beiden Mischungen sind nicht austauschbar.
Kraft und Cardio gehören natürlich in jedes Studio. Sobald aber feststeht, welche Trainingsform und damit welche Zielgruppe den Club prägt, lässt sich die Bestellung zu den Stationen hin gewichten, die pro Woche am längsten belegt sind. Diese Geräte verdienen ihr Geld. In der Praxis bedeutet das, einen soliden Kern an Kraftgeräten mit der passenden Tiefe an Cardiogeräten zu kombinieren, statt das Budget gleichmäßig über alle Kategorien zu verteilen.
Die Stückzahl hängt dagegen vor allem von der nutzbaren Fläche ab. Je größer die Fläche, desto mehr Stationen lassen sich aufstellen, immer mit ausreichend Bewegungsraum um jedes Gerät. Unabhängig von der Größe sollten die gefragtesten Geräte in der höchsten Anzahl vorhanden sein, die der Raum zulässt: Wartezeiten zur Stoßzeit gehören zu den häufigsten Kündigungsgründen.
Neugeräte oder generalüberholte Geräte?
Generalüberholte Geräte sind ein echter Mittelweg für Betreiber, die professionelle Qualität ohne Bestellung zum Listenpreis wollen. Es handelt sich um gebrauchte Profimaschinen etablierter Hersteller, deren Konstruktion eine vollständige Aufarbeitung zulässt.
Aufarbeitung bedeutet, dass alle verschlissenen Funktionsteile ersetzt oder komplett instand gesetzt werden, die Elektronik eingeschlossen. Auch die Optik wird wiederhergestellt: Die Bauteile werden zerlegt, gründlich gereinigt und häufig neu lackiert. Das Ergebnis ist eine in jeder Hinsicht professionelle Maschine in fast neuwertigem Zustand, zu Kosten von bis zu 40% unter dem vergleichbaren Neugerät. Der aufgearbeitete Bestand wechselt ständig, ein Blick auf die aktuellen Angebote lohnt sich also vor dem Abschluss der Liste.
Aufgearbeitet werden beide Familien: Kraftstationen wie Steckgewichtmaschinen, Hantelbänke und Rigs für funktionelles Training sowie Cardiogeräte wie Laufbänder, Ergometer und Crosstrainer.
Häufige Fragen
Welche Norm gilt für Indoor-Studiogeräte?
Trainingsgeräte für den Innenbereich im professionellen Einsatz fallen unter EN ISO 20957-1, Klasse S. Lassen Sie sich die Klasse vor der Bestellung schriftlich bestätigen: Sie ist der klarste Einzelhinweis darauf, dass eine Maschine für den beaufsichtigten gewerblichen Betrieb konstruiert ist.
Eignen sich generalüberholte Geräte für stark frequentierte Clubs?
Ja, sofern die Aufarbeitung die Funktionsteile und die Elektronik umfasst und nicht nur die Lackierung. Fragen Sie nach, welche Komponenten ersetzt wurden, wer die Arbeit ausgeführt hat und welche Gewährleistung dafür gilt.
Lohnt es sich, dasselbe Gerät mehrfach zu kaufen?
Bei den am stärksten genutzten Stationen ja. Ein gefragtes Gerät zu verdoppeln verbessert das Erlebnis zur Stoßzeit meist deutlicher als eine weitere Spezialstation, die ungenutzt bleibt.
Die Geräteliste mit einem Spezialisten aufstellen
Die Auswahl der Studioausstattung läuft auf drei Fragen hinaus: Ist das Gerät für den professionellen Einsatz freigegeben? Wird es oft genug genutzt, um sich zu rechnen? Und passt es auf die Fläche, die tatsächlich zur Verfügung steht? Light In Fitness stattet seit 2013 professionelle Anlagen aus und beantwortet alle drei zugleich, mit Flächenplanung, Geräteliste und Montage. Fordern Sie Ihr Angebot an, wir stellen die Ausstattung auf Ihren Grundriss und Ihre Zielgruppe ab.



