Ein Studio auszustatten ist keine Einkaufsliste, sondern eine Entscheidung darüber, was Ihre Mitglieder im Raum tun können. Jedes Gerät belegt Fläche, für die Sie Miete zahlen. Die Frage lautet deshalb nie nur „ist das ein gutes Gerät“, sondern „was ermöglicht es, das kein anderes Gerät im Raum schon abdeckt“. So ist eine vollständige Trainingsfläche üblicherweise aufgebaut, Zone für Zone.
Freihanteln: die Basis der Kraftzone
Kurzhanteln und Langhanteln bleiben das Rückgrat jeder ernsthaften Kraftzone. Sie erlauben Training aller Muskelgruppen ohne vorgegebene Bewegungsbahn, sie skalieren vom Einsteiger bis zum erfahrenen Mitglied, und sie kosten pro Nutzer deutlich weniger als eine entsprechende Zahl von Maschinen. Ihre Grenze ist die Betreuung: Freihanteln verlangen Technik, deshalb gehören sie neben Ihre Trainerfläche und nicht in eine entfernte Ecke.
Geführte Kraftgeräte: Präzision und Nutzung ohne Betreuung
Geführte Geräte belasten eine Muskelgruppe auf einer festen oder halbfesten Bahn: Brust, Trizeps, Bizeps, Oberschenkel, Rücken. Ihr eigentlicher Wert auf einer kommerziellen Fläche liegt darin, dass ein neues Mitglied sie beim ersten Besuch sicher nutzen kann, ohne dass ein Trainer daneben steht. Genau das macht sie zum Arbeitspferd eines gut besuchten Studios, und deshalb mischt eine ausgewogene Auswahl Druck-, Zug- und Beinstationen, statt drei Varianten derselben Bewegung zu stapeln.
Das gesamte Angebot finden Sie unter professionelle Kraftgeräte, von Steckscheiben bis Steckgewicht.
Cardio: nach Gelenkbelastung auswählen, nicht nach Beliebtheit
Das Laufband ist in fast jedem Studio das meistgefragte Cardiogerät und sollte großzügig dimensioniert werden, weil es zu Stoßzeiten der erste Engpass ist. Der Crosstrainer bietet ein Ganzkörper-Cardiotraining, bei dem die Füße auf den Pedalen bleiben, was Mitgliedern entgegenkommt, die eine gelenkschonendere Variante suchen. Das Ruderergometer verbindet Ausdauer mit muskulärer Arbeit der hinteren Kette und braucht weniger Breite, als die meisten Betreiber annehmen. Stepper sowie aufrechte und Liegeergometer ergänzen die Zone mit vorwiegend Beinarbeit.
Sinn einer Cardiozone ist die Vielfalt der Gelenkbelastung, nicht eine Reihe identischer Geräte: siehe das gesamte professionelle Cardioprogramm.
Funktionelles Training und Cross Training
Cross Training verbindet Kraft und Kondition in einer Einheit, mit freien Gewichten, Springseilen und Widerstandsbändern, und braucht freie Fläche statt Maschinen. Wenn Sie diese Zone planen, kalkulieren Sie Bodenbelag und Aufbewahrung vor dem Equipment: Eine Funktionsfläche ohne Ablage für das Material wird binnen eines Monats zur unaufgeräumten Ecke.
Kabelzüge, Bänke und Multistationen
Kabelzugstationen, Bänke und Klimmzugstangen füllen die Lücken zwischen den großen Maschinen und geben Ihren Trainern das Werkzeug für abwechslungsreiche Programme. Wo die Fläche knapp ist — Hotel, Wohnanlage, Firmenfitnessraum — deckt eine Multistation einen Ganzkörperzirkel auf einer einzigen Stellfläche ab, was bei kleinen Räumen meist die richtige Antwort ist.
Der menschliche Faktor
Geräte allein erzeugen weder Ergebnisse noch Bindung. Ein Trainer, der individuelle Programme erstellt und die richtige Nutzung jeder Station zeigt, senkt Verletzungen und, für Sie als Betreiber wichtiger, senkt die Kündigungsquote unter Mitgliedern, die nie gelernt haben, was sie im Raum tun sollen. Kalkulieren Sie Betreuung parallel zu den Maschinen.
Häufige Fragen
Wie viele Geräte pro Fläche?
Ein allgemeingültiges Verhältnis gibt es nicht: Es hängt von Öffnungszeiten, Besucherspitzen und Mitgliederprofil ab. Unser Team arbeitet mit Ihrem Grundriss und Ihrer erwarteten Auslastung und schlägt darauf eine Stationszahl vor.
Zuerst Cardio oder zuerst Kraft?
Die meisten Projekte mit begrenztem Startbudget beginnen mit einer kompakten Kraftlinie und wenigen gut gewählten Cardiogeräten und erweitern die Cardiozone, sobald die tatsächliche Auslastung bekannt ist.
Darf ich Marken auf einer Fläche mischen?
Ja, und die meisten Studios tun es. Wir führen mehrere professionelle Marken genau deshalb, damit eine Fläche aus der jeweils besten Station je Kategorie entstehen kann und nicht aus einem einzigen Katalog.
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