Ein Outdoor-Fitnesspark ist für eine Kommune eine der wirtschaftlichsten Möglichkeiten, kostenlose und ganzjährig verfügbare Bewegungsangebote in Gehweite ihrer Bürgerinnen und Bürger zu bringen. Er ist rund um die Uhr geöffnet, benötigt kein Personal vor Ort und erreicht Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen gleichermaßen. Bis dahin ist es allerdings mehr als die Bestellung einiger Klimmzugstangen: Das Projekt muss entlang von Standort, Zielgruppe, Gerätemix, geltenden Sicherheitsnormen und einem realistischen Finanzierungsweg geplant werden.
Beginnen Sie mit dem Standort
Die erste Entscheidung ist die Wahl des Standorts. Zwei Kriterien wiegen schwerer als alle anderen: die tatsächlich verfügbare Fläche und die gute Erreichbarkeit zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem öffentlichen Nahverkehr. Eine Fläche neben vorhandenen Sportanlagen, etwa einer Sporthalle, einem Spielfeld oder einer Laufbahn, ist meist die beste Wahl, weil sie ein bereits vorhandenes Publikum nutzt und Parkplätze, Beleuchtung und soziale Kontrolle mitbringt.
Sobald ein Standort in der engeren Auswahl ist, beziehen Sie das Stadtplanungsamt frühzeitig ein. Bodenverhältnisse, Entwässerung, Baumwurzeln, erdverlegte Leitungen und die auf dem Grundstück liegenden Genehmigungen bestimmen, was sich realistisch aufstellen lässt. Jeder dieser Punkte lässt sich vor der Festlegung der Anordnung deutlich günstiger klären als danach.
Anwohner und Vereine vor der Planung einbinden
Ein Outdoor-Fitnesspark, nach dem niemand gefragt hat, bleibt leer. Eine frühe Beteiligung von Anwohnern, Sportvereinen und Schulen erfüllt zwei Zwecke: Sie zeigt, welche Disziplinen im Quartier bereits Anhänger haben, und sie macht aus künftigen Nutzern Menschen, die den Park als ihren eigenen begreifen. Vereine sind zudem die beste Informationsquelle zu den Tageszeiten mit der stärksten Auslastung, und genau diese bestimmen die Entscheidungen zu Beleuchtung, Bodenbelag und Anzahl identischer Stationen.
Welche Geräte in einen Outdoor-Fitnesspark gehören
Ein Park für eine ganze Kommune muss mehrere Trainingsformen abdecken, nicht nur eine. In der Praxis besteht der Kern des Angebots aus drei Gerätefamilien:
- Kraftgeräte: Bänke, Barren, Sprossenwände und Stationen mit freiem Widerstand, die die klassischen Kraftbewegungen abdecken.
- Calisthenics- und Street-Workout-Anlagen: Klimmzugstangen, Dip-Stationen und Mehrbenutzergerüste, an denen eine ganze Gruppe gleichzeitig auf kleiner Fläche trainiert. Unsere Street-Workout-Anlagen sind genau für diese frei zugängliche Nutzung ausgelegt.
- Outdoor-Cardio: motorlose Laufbänder, Crosstrainer und Stepper für die dauerhafte Aufstellung im Freien, die das Angebot für alle ergänzen, die kein Krafttraining suchen.
Darüber hinaus lassen sich Bereiche für einzelne Disziplinen ergänzen: Turnen, Klettern, Boxen, Squash oder Kampfsport. Diese sollten Sie gemeinsam mit einem Fachmann der jeweiligen Disziplin planen, damit Anordnung und Sicherheitsabstände zur tatsächlichen Ausführung passen. Das gesamte Programm an Außenstationen finden Sie in unserer Kategorie Outdoor-Fitnessgeräte.
Welche Normen im Freien gelten
Für Geräte im Freien gelten andere Regelwerke als für ein Fitnessstudio in der Halle. Dauerhaft installierte Outdoor-Fitnessgeräte für Erwachsene fallen unter die EN 16630. Enthält der Park einen Spielbereich für Kinder, gilt dort die EN 1176-1 für die Geräte und die EN 1177 für den stoßdämpfenden Bodenbelag. Die beiden Familien sind nie austauschbar: Die EN 16630 gilt nicht für Kindergeräte, und eine normgerechte Erwachsenenstation wird nicht dadurch zum Spielgerät, dass sie im selben Park steht. Wo ein gemischtes Publikum zu erwarten ist, ist ein klar abgetrennter Kinderbereich die sauberste Lösung. Genau dafür ist unser Programm Outdoor-Fitness für Kinder gemacht.
Was den Trainingsbereich umgibt
Die Stationen sind nur ein Teil des Projekts. Umkleiden und Duschen erlauben es, sich vor und nach der Einheit vorzubereiten und frisch zu machen, wodurch der Park auch auf dem Arbeitsweg nutzbar wird. Sitzplätze und kleine Tribunen lassen Zuschauer Wettkämpfe oder Vorführungen verfolgen. Grünflächen sind ebenso wichtig wie die Geräte: Wo es Schatten und einen Platz zum Erholen gibt, wird länger trainiert.
Lauf- und Radrunden durch den Park bieten eine Trainingsform ganz ohne Geräte, und ein Kinderspielbereich fördert Bewegung von klein auf, während die Eltern nebenan trainieren.
Die Finanzierung
Ein Outdoor-Fitnesspark ist für eine Kommune eine erhebliche Investition. Förderprogramme für Sportstätten gibt es in den meisten Ländern, sie sind jedoch national, kantonal oder auf Bundesland-Ebene organisiert, und Bezeichnungen, Schwellenwerte und Fristen unterscheiden sich von Markt zu Markt: Prüfen Sie vor der Budgetfestlegung, was die zuständigen Sportförderstellen in Ihrem Land und Ihrer Region derzeit anbieten. Partnerschaften mit örtlichen Unternehmen sind ein zweiter Weg, und eine gesponserte Station lässt sich leicht vermitteln. Ist der Park eröffnet, sorgen Aktionstage und Vorführungen dafür, dass aus einer neuen Anlage eine genutzte Anlage wird.
Häufige Fragen
Wie viel Fläche braucht ein Outdoor-Fitnesspark?
Das hängt vollständig von den gewählten Stationen und ihren jeweiligen Sicherheitsbereichen ab. Gehen Sie nicht von einer Flächenzahl aus, sondern von der Geräteliste und der Zahl gleichzeitiger Nutzer, die Sie bedienen wollen. Die Fläche ergibt sich dann aus der Planung.
Braucht ein Outdoor-Fitnesspark Aufsicht?
Frei zugängliche Anlagen sind für die Nutzung ohne Personal vor Ort ausgelegt. Was sie brauchen, ist eine feste Wartungs- und Inspektionsroutine, denn die Geräte sind ganzjährig der Witterung und einer intensiven gemeinsamen Nutzung ausgesetzt.
Kann derselbe Park Kindern und Erwachsenen dienen?
Ja, sofern beide Bereiche räumlich getrennt sind und jeder nach seiner eigenen Norm ausgestattet wird: EN 16630 für die Fitnessstationen der Erwachsenen, EN 1176-1 und EN 1177 für den Kinderspielbereich.
Womit sollte eine erste Ausbaustufe beginnen?
Eine Calisthenics-Anlage plus eine kleine Auswahl an Kraftstationen ist der übliche Einstieg, weil sie mit dem kleinsten Budget die breiteste Nutzergruppe erreicht und Raum für eine spätere Erweiterung lässt.
Ihren Outdoor-Fitnesspark planen
Ein Outdoor-Fitnesspark in Ihrer Kommune läuft auf fünf Entscheidungen in der richtigen Reihenfolge hinaus: Standort, Beteiligung, Gerätemix, geltende Normen und Finanzierungsweg. Light In Fitness fertigt und installiert professionelle Outdoor-Fitnessgeräte für Kommunen, Parks, Campingplätze und Wohnanlagen und hat seit 2013 mehr als 500 Einrichtungen ausgestattet. Senden Sie uns Ihre Fläche und Ihr Nutzerprofil, und Sie erhalten eine Planung und ein kalkuliertes Angebot: Angebot anfordern.



