Einen Kraftbereich für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen anzupassen ruht auf vier Grundsätzen: reduzierte Lasten von 5 bis 25 kg mit feinen Stufen von 1 bis 2,5 kg, vollständig schwellenlose Zugänglichkeit für Rollstühle mit Verkehrswegen von 1,5 m, eingebaute passive Sicherheit (ausschließlich Steckgewichtsgeräte, keine schweren freien Gewichte) und eine auf Senioren abgestimmte Ergonomie (hohe Sitze, Fußstützen, starke visuelle Kontraste). Eine typische Planung auf 50 m2 verbindet sechs bis acht Steckgewichtsgeräte, eine Zone für Gleichgewicht und Koordination sowie einen glatten, rutschhemmenden Gummiboden von 15 mm, bei einem Richtbudget für die Geräte von 18.000 bis 32.000 EUR netto, ohne Boden und Montage.
Bewegung in Pflegeeinrichtungen ist in wenigen Jahren vom optionalen Zusatz zu einem anerkannten Hebel für die Lebensqualität der Bewohner geworden: Erhalt der Muskelmasse gegen Sarkopenie, Sturzprävention, Unterstützung der kognitiven Funktion und sozialer Kontakt während der Einheiten. In den Pflegeheimen und Seniorenresidenzen, die wir seit 2013 ausgestattet haben, erreicht die von Physiotherapeuten oder Betreuungskräften begleitete Nutzung regelmäßig 15 bis 25 Prozent der Bewohnerschaft innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme. Dieser Beitrag zeigt, wie die Geräte richtig spezifiziert werden; einen breiteren Produktüberblick finden Sie unter Fitness für Pflegeheime.
Grundsatz 1: reduzierte Lasten mit feinen Stufen
Ein gewöhnliches gewerbliches Gerät beginnt bei 10 kg mit Stufen von 5 kg. Für viele Bewohner ist das zu viel, denn ihre Maximalkraft liegt bei manchen Bewegungen unter 10 kg. Spezifizieren Sie Geräte mit:
- einer Mindestlast von 2,5 oder 5 kg
- feinen Steigerungsstufen von 1 bis 2,5 kg
- einer Höchstlast von 25 bis 35 kg, die vollkommen ausreicht
Mehrere Hersteller bieten eigene Seniorenserien an; die richtige Wahl hängt vom Profil der Einrichtung ab, also selbstständig, gemischt oder stark pflegebedürftig.
Grundsatz 2: vollständig schwellenlose Zugänglichkeit
Barrierefreiheit geht hier weit über Mindestanforderungen hinaus: Bewohner nutzen regelmäßig Rollstühle, Rollatoren und Gehstöcke, weshalb der Raum eine völlig flüssige Bewegung erlauben muss.
- Verkehrswege von mindestens 1,5 m, breiter als die üblichen 1,4 m der Barrierefreiheit
- Keine Stufen oder Schwellen am Eingang oder zwischen den Zonen
- Durchgehender Bodenbelag: Gummi 15 mm mit glatter, rutschhemmender Oberfläche, denn strukturierte Oberflächen behindern Rollen und Gehhilfen
- Geräte mit sicherem Zugang im Sitzen und Aufstehen, ohne auf einen hohen Sitz klettern zu müssen
- Handläufe entlang der Wände als Stütze beim Bewegen im Raum
Grundsatz 3: eingebaute passive Sicherheit
- Keine schweren freien Gewichte: keine Olympia-Langhanteln, keine Kurzhanteln über 5 kg
- Ausschließlich Steckgewichtsgeräte; Plate-Loaded-Geräte verlangen das Hantieren mit Scheiben und scheiden aus
- Not-Aus-Taster an motorisierten Geräten wie Ergometern und Laufbändern
- Ein Rufknopf im Raum, eingebunden in die Rufanlage des Hauses
- Eine Physiotherapeutin oder eine geschulte Betreuungskraft während der Öffnungszeiten anwesend
Grundsatz 4: Ergonomie für Senioren
Ein gängiges Gerät ist für einen fitten Erwachsenen von 1,70 bis 1,85 m ausgelegt. Für eine Bewohnerin mit eingeschränkter Mobilität gelten andere Anforderungen:
- Hohe Sitze (45 bis 50 cm statt 35 bis 40 cm), die das Aufstehen erleichtern
- Verstellbare, rutschfeste Fußstützen
- Starker visueller Kontrast: gut sichtbare Steckbolzen und Taster, Beschriftung in großer Schrift
- Sicherheitsgurte an ausgewählten Geräten wie Schulterpresse und Beinstrecker
- Gepolsterte Kontaktflächen aus Schaum hoher Dichte statt aus hartem Kunststoff
Eine Referenzplanung auf 50 m2
| Gerät | Übliche Ausführung | Lastbereich |
|---|---|---|
| Brustpresse für Senioren | Bodytone Authentique oder eigene Seniorenserie | 2,5 bis 25 kg |
| Latzug für Senioren | Authentique oder eigene Seniorenserie | 2,5 bis 25 kg |
| Beinstrecker für Senioren | Authentique mit Sicherheitsgurt | 2,5 bis 30 kg |
| Beinbeuger im Sitzen | Authentique mit verstärkter Rückenlehne | 2,5 bis 30 kg |
| Abduktoren und Adduktoren | Angepasste Authentique | 2,5 bis 20 kg |
| Leichte Beinpresse | Authentique oder eigene Seniorenserie | 5 bis 50 kg |
| Liegeergometer | Lexco Liegeergometer für Senioren | Angepasste Programme |
| Crosstrainer mit niedrigem Durchstieg | Bodytone EVOE mit Zugangserleichterung | Schwellenloser Zugang |
| Zone für Gleichgewicht und Koordination | Matten, Ziva-Zubehör, Bälle | Neuromuskuläre Aktivierung |
| Handläufe entlang der Wände | Edelstahl 304, wandbefestigt | Sicherheit beim Bewegen |
| Glatter Gummiboden 15 mm | 50 m2 zuzüglich 10 % Zuschlag ergibt 55 m2 rutschhemmend | Geeignet für Rollen und Gehhilfen |
Richtbudget für die Geräte dieser Liste: 18.000 bis 32.000 EUR netto je nach Mischung der Serien, zuzüglich rund 1.500 EUR für 55 m2 Gummifliesen in 15 mm und 1.500 bis 2.500 EUR für die Montage (Projektschätzungen).
Der häufigste Spezifikationsfehler besteht darin, einen gängigen Katalog zu übernehmen und schlicht niedrigere Gewichte zu verlangen. Die Ergonomie eines gängigen Geräts erlaubt es einer Bewohnerin mit eingeschränkter Selbstständigkeit nicht, sicher auf- und abzusteigen. Wählen Sie eigens für Senioren ausgelegte Serien schon ab der Standortanalyse, oder eine mittlere Serie mit Anpassungen wie Gurten und verstärkten Lehnen. Was Sie an der Ausstattung sparen, zahlen Sie in Nichtnutzung und Frustration zurück.
Die Planung an das Profil der Einrichtung anpassen
| Profil der Einrichtung | Empfohlene Konfiguration |
|---|---|
| Selbstständige Bewohner | Vollständige Planung mit 8 Geräten und Gleichgewichtszone |
| Gemischte Selbstständigkeit | Vollständige Planung mit verstärkten Gurten und Rufknopf |
| Stark pflegebedürftige Bewohner | Reduziert auf 4 bis 5 Geräte, Liegeergometer vorrangig, Gleichgewichtszone |
| Betreutes Wohnen für Selbstständige | Ähnlich einem Hotelstudio, an reduzierte Lasten angepasst |
| Bereich für Menschen mit Demenz | Stark vereinfachte Konfiguration, ständige Begleitung, vollständige Sicherheit |
Finanzierung und Begleitung
In den meisten europäischen Ländern führen Gesundheits- und Pflegesysteme Förderlinien zur Prävention von Pflegebedürftigkeit in stationären Einrichtungen, von nationalen Präventionsfonds über Zuschüsse regionaler Gesundheitsbehörden bis zu kommunaler Investitionsförderung. Die genauen Programme unterscheiden sich von Land zu Land; die Begründung trägt am weitesten, wenn das Projekt um Sturzprävention und Erhalt der Selbstständigkeit herum aufgebaut ist und die Nutzung von einer Physiotherapeutin oder einer Fachkraft für angepasste körperliche Aktivität begleitet wird. Einrichtungen mit ärztlich verordneten Einheiten finden außerdem unseren Leitfaden zur Ausstattung für Gesundheitssport nützlich, und Projekte mit stärkerem klinischem Anteil können auf unsere Übersicht zu Reha-Trainingsgeräten zurückgreifen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Mindestfläche braucht ein Kraftbereich im Pflegeheim?
Planen Sie mindestens 40 m2 für einen funktionsfähigen Bereich mit 4 bis 5 Geräten, einer Gleichgewichtszone und Verkehrswegen von 1,5 m, und 50 bis 80 m2 für eine vollständige Planung mit 6 bis 8 Geräten. Unter 40 m2 wird das Rangieren mit Rollstuhl schwierig und einzelne Geräte sind nicht mehr zugänglich.
Welches Budget sollte eine Pflegeeinrichtung einplanen?
Ein vollständiger Bereich auf 50 m2 kommt typischerweise auf 22.000 bis 38.000 EUR netto einschließlich rutschhemmendem Boden und Montage. Das untere Ende deckt 4 bis 5 wesentliche Geräte ab, das obere eine vollständige Planung mit 8 Geräten, Gleichgewichtszone und Cardioergometern. Es handelt sich um Projektschätzungen, die durch ein Angebot zu bestätigen sind.
Müssen die Einheiten von einer Physiotherapeutin begleitet werden?
Eine Begleitung durch eine Physiotherapeutin, eine Fachkraft für angepasste körperliche Aktivität oder eine geschulte Betreuungskraft ist zu allen Öffnungszeiten dringend zu empfehlen. Völlig unbeaufsichtigte Nutzung ist in der stationären Pflege nicht ratsam, außer für die selbstständigsten Bewohner nach ärztlicher Einschätzung.
Können Bewohner im Rollstuhl die Geräte nutzen?
Ja, sofern die Geräte für einen sicheren Zugang im Sitzen und Aufstehen spezifiziert sind. Für Bewohner, die im Rollstuhl bleiben, erlauben bestimmte Geräte wie Zug- und Pressstationen die Nutzung direkt aus dem Stuhl heraus; das gehört je nach Bewohnerprofil in die Geräteliste. Siehe auch unseren Leitfaden zur barrierefreien Planung eines Trainingsraums.
Ist die Schulung des Personals wichtig?
Sehr. Eine halbtägige Einweisung vor Ort mit dem Physiotherapie- oder Betreuungsteam, die jedes Gerät, die auf Bewohner abgestimmten Einstellungen und schriftliche Anleitungen umfasst, ist einer der stärksten Vorboten dafür, wie stark der Bereich in den ersten sechs Monaten tatsächlich genutzt wird.
Eine rollstuhlgerechte 3D-Planung für Ihre Einrichtung
Senden Sie uns Ihren Grundriss, das Profil Ihrer Bewohnerschaft (selbstständig, gemischt, stark pflegebedürftig) und Ihr Budget. Sie erhalten eine kostenfreie Analyse, auf Wunsch unter Einbeziehung Ihrer koordinierenden Ärztin oder Ihres koordinierenden Arztes, eine barrierefreie 3D-Planung und ein Angebot innerhalb von zwei Arbeitstagen. Fordern Sie ein Angebot an bei Light In Fitness, seit 2013 Ausstatter von Pflegeheimen und Seniorenresidenzen.
Réalisations documentées
- Cage street workout ultime, Carcassonne – armee francaise
- Cage street workout ultime, Tahiti – armee francaise, Polynesie
- Cage SP Max, centre EPIDE de Combree – etablissement public d insertion
- Cage SP Max, lycee Saint-Benigne de Dijon – etablissement scolaire
Sources et références
- Code du sport, articles R322-4 à R322-43 – garanties d’hygiène et de sécurité applicables aux établissements d’activités physiques et sportives (Légifrance)
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