Ein Fitnessstudio von 100 m2 auszustatten dauert vom unterschriebenen Mietvertrag bis zur ersten Trainingseinheit 10 bis 16 Wochen, und die Reihenfolge zählt mehr als das Tempo: zuerst das Geschäftsmodell, dann der Grundriss, dann der Boden, dann die Geräte und zuletzt die Konformitätsakte. Wer einen Schritt überspringt oder die Reihenfolge vertauscht, zahlt doppelt, nämlich in Nacharbeiten und in entgangenem Eröffnungsumsatz. Dieser Leitfaden zeigt den Zeitplan, den wir auf Projekte von 100 m2 anwenden, mit realistischen Budgetkontrollpunkten in jeder Phase.
Schritt 0 vor jeder Ausgabe: entscheiden, welches Projekt Sie eigentlich betreiben
Die wichtigste Entscheidung fällt vor dem ersten Angebot. Auf 100 m2 gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Projekte:
- Ein Coaching-Studio für Personal Training oder Kleingruppen von 4 bis 6 Personen, mit rund acht Arbeitsstationen. Gerätebudget: etwa 15.000 EUR netto.
- Ein Mitgliederstudio mit freiem Zugang für 150 bis 300 Mitglieder, die doppelte Cardiokapazität, eine Reihe Steckgewichtmaschinen, ein zweites Rack und einen Boden auf der gesamten Fläche erwarten. Gerätebudget: etwa 68.000 bis 95.000 EUR netto.
Die Dichteregel entscheidet für Sie: Rechnen Sie mit 7 bis 10 m2 je aktiver Station. 100 m2 nutzbare Fläche bedeuten also mindestens rund zehn Stationen, um im freien Zugang glaubwürdig zu sein. Reicht das Budget dafür nicht, eröffnen Sie lieber eine kleinere, gut ausgestattete Fläche als ein halb leeres Studio von 100 m2.
Der Rahmenzeitplan über 16 Wochen
| Phase | Wochen | Was geschieht | Budgetanteil |
|---|---|---|---|
| 1. Bestandsaufnahme und 3D-Anordnung | 1 bis 2 | Ortsbegehung, Prüfung des Untergrunds, Zonierungsplan, Stationszahl | Bei schlüsselfertiger Vergabe oft kostenfrei |
| 2. Bauarbeiten | 3 bis 8 | Elektrik, Lüftung, Umkleiden, Sicherheitskennzeichnung | Häufig 50 bis 80 % des Gerätebudgets |
| 3. Boden bestellen und verlegen | 6 bis 9 | Dicke je Zone, verlegt vor der Anlieferung der ersten Maschine | 8 bis 12 % |
| 4. Geräte bestellen | 4 bis 10 | 6 bis 8 Wochen Lieferzeit bei professionellen Serien; früh bestellen | 70 bis 80 % |
| 5. Lieferung, Montage, Verankerung | 10 bis 12 | Rig verankern, Maschinen ausrichten, Kabelführung | 5 bis 8 % |
| 6. Inbetriebnahme und Konformitätsakte | 12 bis 14 | Konformitätsbescheinigungen, Hausordnung, Versicherung, Personalschulung | Verwaltungsaufwand |
| 7. Soft Opening | 14 bis 16 | Testeinheiten, Nachjustierung, Mängelliste | Reserve rund 5 % |
Phase für Phase: was wann festgezurrt wird
Wochen 1 bis 2: Bestandsaufnahme und Anordnung
Messen Sie genau, prüfen Sie Bodenplatte und Raumhöhe und zeichnen Sie die Zonierung, bevor Sie eine einzige Maschine auswählen: Cardio, freie Gewichte, funktionelle Zone und Dehnbereich haben unterschiedliche Anforderungen an Boden, Freiräume und Stromversorgung.
Wochen 3 bis 8: Bauarbeiten
Strom für die Cardiolinien, auf die Personenzahl ausgelegte Lüftung, Umkleiden und Barrierefreiheit. Diese Phase kalkulieren Erstbetreiber am häufigsten zu knapp: Die Bauarbeiten entsprechen üblicherweise 50 bis 80 % des Gerätebudgets und sind in öffentlich zugänglichen Räumen nicht optional.
Wochen 6 bis 9: Boden vor Maschinen
Der Boden kommt immer vor den Geräten. Staffeln Sie die Dicke nach Zonen, statt alles gleichmäßig zu belegen: 6 bis 10 mm unter Cardio, 20 bis 30 mm unter freien Gewichten, 30 bis 40 mm unter Hebeplattformen. 100 m2 allein in 20-mm-Fliesen zu belegen entspricht rund 2.600 EUR netto; wer 60 m2 tatsächliche Arbeitsfläche zoniert, kommt eher in die Nähe von 1.300 EUR.
Wochen 4 bis 10: Bestellung und Lieferzeiten
Professionelle Geräte haben 6 bis 8 Wochen Lieferzeit; bestellen Sie spätestens in Woche 4, damit die Lieferung nach dem Boden eintrifft. Die Klasse zählt mehr als die Marke: EN ISO 20957-1:2024 definiert die Nutzungsklassen H für den häuslichen Bereich, S für die professionelle und gewerbliche Nutzung und I für die professionelle Nutzung mit inklusivem Zugang, wobei die Klasse I zusätzlich die Anforderungen der Klasse S erfüllt und keine höhere Intensitätsstufe darstellt. Jede öffentlich zugängliche Fläche braucht mindestens Klasse S. Weniger Stationen in der richtigen Klasse schlagen immer mehr Stationen in Klasse H. Eine vollständige Einkaufsliste Station für Station steht in unserer Geräteliste für 100 m2.
Wochen 10 bis 12: Montage
Anlieferung, Transport in Obergeschosse, Verankerung von Racks und Rigs, Ausrichten der Maschinen. Kalkulieren Sie diese Posten von Anfang an, bei einem Studioprojekt rund 1.000 bis 2.500 EUR, statt sie am Ende zu entdecken.
Wochen 12 bis 16: Konformität, Schulung, Soft Opening
Archivieren Sie Konformitätsbescheinigungen und Datenblätter, hängen Sie Hausordnung und Notfallkontakte aus, erweitern Sie die Haftpflichtpolice, schulen Sie das Personal in den Grundlagen der Wartung und fahren Sie dann ein bis zwei Wochen Testbetrieb vor der vollen Eröffnung.
Die vier Fehler, die Zeitplan und Budget sprengen
- Heimgeräte kaufen, um im Budget zu bleiben. Geräte der Klasse H versagen unter professioneller Nutzung schon bei mäßigem Verkehr: Ausfälle, beschädigtes Image, Haftungsrisiko.
- Die Verkehrsfläche zusammenstreichen, um eine Station mehr unterzubringen. Rechnen Sie mit 5 bis 7 m2 je Cardiostation und 8 bis 14 m2 je Freihantelstation einschließlich Freiräumen.
- Den Boden als Stellschraube behandeln. Er ist der Posten, der alles andere schützt: Gebäude, Maschinen und die akustischen Nachbarn.
- Geräte bestellen, bevor der Bauzeitenplan steht. Auf einer Baustelle gelagerte Maschinen nehmen Schaden, verspätet gelieferte Maschinen verschieben die Eröffnung.
Das Projekt finanzieren
- Leasing oder langfristige Miete der Geräte ist der häufigste Weg: Er schont die Liquidität und verteilt die Kosten über 36 bis 60 Monate parallel zum Umsatz.
- Gewerbekredit, verhandelt auf Basis eines belastbaren Geschäftsplans.
- Öffentliche Förderung, vor allem relevant für kommunale oder gemeinnützige Projekte.
Eigenregie, Einzelgewerke oder schlüsselfertig: wer führt den Terminplan?
Der Zeitplan über 16 Wochen setzt voraus, dass ihn jemand tatsächlich koordiniert. Dafür gibt es drei Wege:
- Eigenregie mit Einzellieferanten. Auf dem Papier am günstigsten; in der Praxis wird der Betreiber zur Projektleitung, und der klassische Fehlerfall liegt an den Schnittstellen: Der Bodenleger wartet auf den Elektriker, die Geräte treffen vor dem Boden ein, und jede Verzögerung pflanzt sich fort. Planen Sie echte eigene Zeit dafür ein.
- Generalunternehmer für den Bau plus Gerätelieferant. Funktioniert gut, wenn beide einen schriftlichen Terminplan mit dem Bodentermin als Scharnier teilen: Alles davor gehört dem Bauunternehmen, alles danach dem Lieferanten.
- Schlüsselfertiger Fitnesslieferant. Eine Partei verantwortet Plan, Boden, Geräte und Montagetermine. Die Bauarbeiten bleiben bei Ihrem Bauunternehmen, aber das Terminrisiko für alles Sportspezifische geht an einen Partner über, der das wöchentlich macht. Bei Projekten von 100 m2 werden hier aus den 16 Wochen meist 12.
Welchen Weg Sie auch wählen: Halten Sie drei Termine schriftlich fest, bevor Sie irgendetwas unterschreiben, nämlich den Termin der Bodenfertigstellung, die Lieferwoche der Geräte und den Tag des Soft Opening. Jede Lieferantenzusage sollte an diesen drei Ankern hängen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, ein Studio von 100 m2 zu eröffnen?
Zehn bis sechzehn Wochen ab unterschriebenem Mietvertrag, bestimmt vor allem durch die Bauarbeiten mit bis zu 6 Wochen und die Lieferzeiten der Geräte mit 6 bis 8 Wochen. Phasen parallel zu fahren, also während der Bauarbeiten zu bestellen, hält den Zeitplan unter vier Monaten.
Welches Budget ist für 100 m2 einzuplanen?
Rund 15.000 EUR netto statten ein Coaching-Studio ordentlich aus; ein Mitgliederstudio mit freiem Zugang auf derselben Fläche braucht 68.000 bis 95.000 EUR netto für die Geräte, dazu Bauarbeiten in Höhe von üblicherweise 50 bis 80 % des Gerätebudgets.
Wie viele Stationen passen auf 100 m2?
Etwa zehn aktive Stationen bei der üblichen Dichte von 7 bis 10 m2 je Station einschließlich Verkehrsfläche. Ein Coaching-Studio kommt bequem mit acht aus; freier Zugang braucht die vollen zehn oder mehr, um Warteschlangen in den Stoßzeiten zu vermeiden.
Muss der Boden wirklich vor den Geräten verlegt werden?
Ja, immer. Fliesen um aufgestellte Maschinen herum zu verlegen vervielfacht die Zuschnittarbeit, lässt unter den höchsten Lasten ungeschützte Zonen und verletzt in der Regel die Ebenheitstoleranzen, die Gerätegarantien voraussetzen.
Planen Sie Ihr Projekt mit Zeitplan
Light In Fitness hat seit 2013 mehr als 500 schlüsselfertige Projekte realisiert: Bestandsaufnahme, 3D-Plan, zonierter Boden, Geräte der Klasse S, Montage und Service, mit einem Ansprechpartner vom ersten Besuch bis zum Eröffnungstag. Sehen Sie sich unseren vollständigen Projektleitfaden zur Studioausstattung an oder fordern Sie ein kostenloses Angebot innerhalb von 24 Arbeitsstunden an.
Réalisations documentées
- Cage street workout ultime, Carcassonne – armee francaise
- Cage street workout ultime, Tahiti – armee francaise, Polynesie
- Cage SP Max, centre EPIDE de Combree – etablissement public d insertion
- Cage SP Max, lycee Saint-Benigne de Dijon – etablissement scolaire



