Ein Boutique-Pilates-Studio auszustatten heißt, vier Geräte richtig zu spezifizieren: den Reformer, der den größten Teil der Methode trägt und nach Laufruhe des Schlittens, Einheitlichkeit des Parks und Rahmenqualität gewählt wird; den Cadillac für Einzelarbeit und Duetts; sowie den Wunda Chair und das Ladder Barrel zur Ergänzung und Diversifizierung. Planen Sie 20.000 bis 35.000 EUR netto für ein kleines Studio und 45.000 bis 80.000 EUR für ein Studio mit Gruppenkursen, und rechnen Sie mit 90 cm zwischen den Reformern und 1,5 m am Schlittenende. Diese Spezifikation behandelt die Kriterien der Geräte, die Anordnung, die Budgets und die Kapazitätsrechnung, die über die Rentabilität entscheidet.
Drei Studioprofile, ein technischer Standard
- Unabhängiges Boutique-Studio: 60 bis 150 m2, 4 bis 12 Reformer, Premiumpositionierung, Gruppenkurse und Duetts.
- Kettenstudio: 150 bis 300 m2, 10 bis 18 Reformer, standardisierte Formate.
- Integrierte Pilatesfläche: Physiotherapiepraxis, Premiumclub oder Hotel, 30 bis 80 m2, 1 bis 6 gemischte Geräte.
Alle drei teilen dieselben Anforderungen an die Geräte; es ändern sich Gerätemix und Anordnung.
Gerät 1: der Reformer, 3.500 bis 8.000 EUR netto je Einheit
Das zentrale Gerät: ein gefederter Schlitten auf Schienen mit Schlaufen und verstellbarer Fußstange. Zu den Varianten zählen der klassische Studio-Reformer, der Reformer mit integriertem Tower, der Rehabilitations-Reformer mit erhöhtem Schlitten und Ausführungen mit Jumpboard für Ausdauerarbeit in Rückenlage.
Was professionelle Modelle von Consumer-Modellen trennt:
- Laufruhe des Schlittens: hochwertige Lager auf geschliffenen Schienen. Im Gruppenkurs ist das der erste Eindruck der Teilnehmer, noch vor dem Komfort.
- Kalibrierte, farbcodierte Federn, idealerweise fünf, für eine lesbare Progression.
- Mehrfach verstellbare Fußstange in Höhe und Tiefe.
- Rahmen aus Hartholz oder eloxiertem Aluminium: leichte Strukturen und Spanplatten überstehen die kollektive Nutzung nicht.
- Länge von 240 bis 250 cm, damit alle Körpergrößen den vollen Bewegungsumfang nutzen können.
- CE-Kennzeichnung und Bezug auf die Reihe EN ISO 20957 für stationäre Trainingsgeräte, in Klasse S.
Für Gruppenkurse: 6 bis 12 streng identische Reformer, 90 cm zwischen den Geräten, 1,5 m frei am Schlittenende für Verkehr und Arbeit im Stand.
Gerät 2: der Cadillac, 3.000 bis 7.000 EUR netto
Ein erhöhter Tisch in einem Stahlrahmen mit Stangen, mehreren Federn, Trapez, Schlaufen und Rollen: das vielseitigste Gerät der Methode mit Hunderten von Übungen. Prüfen Sie Rohrquerschnitt und Schweißqualität, denn klappbare Einstiegsmodelle sind gewerblich ungeeignet, außerdem eine zugängliche Tischhöhe, hochdichte Polsterung, austauschbare Federn an hochwertigen Karabinern und ein höhenverstellbares Trapez. Er dient Einzelstunden, Duetts und gezielter Rehabilitation, nicht dem Gruppenkurs.
Gerät 3: der Wunda Chair, 1.500 bis 3.500 EUR netto
Ein Stuhl mit gefedertem Pedal, geringer Stellfläche und hoher Vielseitigkeit, im Gruppenkurs im Wechsel mit Reformern nutzbar. Prüfen Sie, ob das Pedal reibungsfrei und gleichmäßig zurückläuft, ob je Seite mindestens vier Federpositionen bestehen, ob Griffe für die Arbeit im Stand verfügbar sind und ob die Sitzfläche rutschhemmend ist, denn die Teilnehmer stellen sich darauf.
Gerät 4: Ladder Barrel und kleine Barrels, 800 bis 2.500 EUR netto
Ein gewölbtes Barrel mit Leiter, bestimmt für Wirbelsäulenmobilität, Rückenstreckung und tiefe Rumpfarbeit; Step Barrel und Spine Corrector sind die kompakten Varianten. Schreiben Sie Massivholz oder eine robuste Holz-Metall-Bauweise aus, eine im Abstand verstellbare Leiter, dichte Polsterung und nahtlos verschweißte Bezüge.
Die ergänzende Ausstattung
- Reformer mit Tower für kompakte Studios; Jumpboards für plyometrische Arbeit.
- Kleingeräte: Widerstandsringe, Rollen, Bälle, Bänder, Blöcke.
- Boden: Ästhetik und Komfort vor starker Stoßdämpfung; Gummifliesen in Holzoptik oder dünne Gummibahnen passen zur Positionierung.
- Wandspiegel über die volle Höhe, mindestens 2,4 m, und Umkleiden mit Duschen, die im Boutique-Preisniveau erwartet werden.
Drei Referenzkonfigurationen
| Konfiguration | Fläche | Ausstattung | Budget netto |
|---|---|---|---|
| A, kleines Studio mit einer Lehrkraft | 40 bis 70 m2 | 2 Reformer, 1 Cadillac, 1 Wunda Chair, 1 Ladder Barrel, Kleingeräte | 20.000 bis 35.000 EUR |
| B, Boutique-Studio mit Gruppenkursen | 80 bis 150 m2 | 6 bis 10 identische Reformer, 2 Wunda Chairs, 1 Cadillac, 1 Ladder Barrel | 45.000 bis 80.000 EUR |
| C, Studio mit mehreren Räumen | 150 bis 300 m2 | 12 bis 18 Reformer, 3 bis 4 Wunda Chairs, 2 Cadillacs, 2 Barrels, Mattenzone | 100.000 bis 180.000 EUR |
Hinzu kommen Ausbauarbeiten, Boden, Spiegel, Umkleiden, Empfangsmöbel, Buchungssoftware und Eröffnungskosten. Alle Beträge sind Projektschätzungen.
Das Kapazitätsmodell, das die meisten Businesspläne falsch rechnen
Boutique-Pilates erzielt einen hohen Umsatz je Kundin und Kunde, je nach Stadt und Positionierung üblicherweise 25 bis 40 EUR je Einzelstunde und 180 bis 280 EUR im Monat für unbegrenzte Mitgliedschaften. Was das Modell begrenzt, ist nicht der Preis, sondern die physische Kapazität.
Rechenbeispiel für ein Studio mit 8 Reformern und 40 Kursen in der Woche bei 75 Prozent Auslastung:
- Teilnahmen: 8 mal 40 mal 0,75 gleich 240 in der Woche, rund 1.040 im Monat.
- Entsprechender Monatsumsatz: 26.000 bis 42.000 EUR je nach Stundenpreis.
- Tragbare aktive Mitgliederzahl: 240 bei einem Besuch wöchentlich, 160 bei anderthalb, 120 bei zwei Besuchen wöchentlich.
Die letzte Zeile ist die, die in Prognosen am häufigsten falsch eingeschätzt wird: Eine Kartei von 400 Mitgliedern auf 8 Reformern bedeutet einen Besuch alle vierzehn Tage, und dafür zahlt niemand eine Premiummitgliedschaft. Wachstum entsteht durch zusätzliche Zeitfenster oder zusätzliche Reformer, nicht durch Mitgliederwerbung allein.
Pilates in der Rehabilitation
Geräte-Pilates wird in Physiotherapie und Rehabilitation breit eingesetzt, für die postoperative Arbeit, bei Wirbelsäulenbeschwerden und beim Wiedereinstieg in die Aktivität. Drei Ergänzungen gelten: ein Rehabilitations-Reformer mit erhöhtem Schlitten, der den Transfer der Patienten erleichtert, stufenlose barrierefreie Wege, wo auch Rollstuhlnutzer zu den Patienten gehören, und feine Federprogressionen, die für die klinische Verlaufskontrolle dokumentiert werden.
Häufige Fragen
Wie viele Reformer passen auf meine Fläche?
Rechnen Sie mit 5 bis 6 m2 je Reformer, wenn die seitlichen 90 cm, die 1,5 m am Schlittenende und die Verkehrsfläche eingerechnet sind. Ein Kursraum von 80 m2 fasst somit 8 bis 10 Reformer zuzüglich einer Gasse für die Lehrkraft und nicht die 14, die eine naive Flächenrechnung nahelegt.
Müssen alle Reformer eines Kurses identisch sein?
Ja. Unterschiedliche Federkalibrierungen oder ein abweichendes Schlittengefühl zwischen den Geräten brechen den Fluss eines geführten Kurses und erzeugen Beschwerden. Kaufen Sie den Kurspark in einer Bestellung aus einer Baureihe.
Welches Budget braucht ein Boutique-Studio zur Eröffnung?
20.000 bis 35.000 EUR netto an Geräten für ein kleines Studio, 45.000 bis 80.000 EUR für ein Studio mit Gruppenkursen, jeweils vor Ausbau, Boden, Spiegeln, Umkleiden und Software. Leasing ist in diesem Segment üblich, um die Liquidität zur Eröffnung zu schonen.
Welches Gerät sollte eine Physiotherapiepraxis zuerst kaufen?
Einen Rehabilitations-Reformer, dann einen Wunda Chair wegen seines Verhältnisses von Stellfläche zu Vielseitigkeit. Der Cadillac folgt, wenn die klinische Einzelprogrammierung ihn rechtfertigt. Sehen Sie dazu unseren Leitfaden zur Ausstattung eines Pilatesstudios.
Welche Wartung brauchen Pilatesgeräte?
Monatliche Kontrolle von Federn und Karabinern mit sofortigem Austausch bei jeder Verformung, vierteljährliche Reinigung der Schienen und Prüfung der Lager sowie tägliche Desinfektion der Polster mit bezugsverträglichen Mitteln. Federn sind sicherheitsrelevantes Verbrauchsmaterial; planen Sie ihre Erneuerung bei intensiver Nutzung alle 2 bis 3 Jahre ein.
Anordnung und Angebot für Ihren Gerätepark
Light In Fitness stattet Pilatesstudios, Clubs und Rehabilitationspraxen mit professionellen Reformern, Cadillacs, Chairs und Barrels aus, einschließlich Anordnungsplan und Montage. Senden Sie uns Ihren Grundriss und Ihr Kursformat, und Sie erhalten innerhalb von 24 Arbeitsstunden eine Konfiguration und ein aufgegliedertes Angebot. Kostenloses Angebot anfordern.
Réalisations documentées
- Dalles et sols sportifs : livraisons documentees – plusieurs chantiers
- Sol sportif exterieur, square Georges-Vallerey – Taverny (95)
Sources et références
- Code du sport, articles R322-4 à R322-43 – garanties d’hygiène et de sécurité applicables aux établissements d’activités physiques et sportives (Légifrance)
- NF EN ISO 20957-1 – équipement d’entraînement fixe, partie 1 : exigences générales de sécurité et méthodes d’essai (AFNOR)
- AFNOR Normalisation – dossier thématique sur les appareils d’entraînement fixes et leurs classes d’usage
À lire aussi sur le même thème
- Reformer Pilates : Light In Fitness vs Balanced Body — le comparatif preuve par preuve pour studios, kinés et hôtels-spas
- Ouvrir un studio de Pilates Reformer : local, machines, budget et réglementation — le guide de l’équipeur
- Qu’est ce que la nouvelle tendance fitness Hot Pilates ?
- Pilates : Est-ce que ça vaut la peine de s’entraîner ?


