Die Geräteausstattung ist der größte Einzelposten im Budget jeder Sportanlage und zugleich das, woran Mitglieder Sie täglich messen. Gut auszuwählen hat weniger mit bekannten Markennamen zu tun als damit, die Geräte auf die Menschen abzustimmen, die sie tatsächlich nutzen. Dieser Leitfaden beschreibt die Vorgehensweise professioneller Einkaufsverantwortlicher bei der Ausstattung eines Clubs, eines Hotelstudios, eines Betriebsfitnessraums oder einer kommunalen Anlage.
Beginnen Sie bei Ihren Mitgliedern, nicht beim Katalog
Bevor Sie ein einziges Gerät vergleichen, klären Sie, wer bei Ihnen trainiert und weshalb. Welche Trainingsformen bevorzugen Ihre Mitglieder? Welche Muskelgruppen wollen sie ansprechen? Ein Club, dessen Stoßzeiten von Cardio-Gruppenstunden geprägt sind, braucht eine völlig andere Mischung als eine kraftorientierte Anlage, und ein Hotelstudio, das Gäste eine halbe Stunde vor dem Frühstück bedient, wieder eine andere.
Beantworten Sie diese Fragen zuerst, und die Geräteliste schreibt sich fast von selbst. Der umgekehrte Weg, von der attraktiven Katalogseite zum Grundriss, führt regelmäßig zu drei Geräten, die niemand nutzt, und einer Warteschlange an dem einen, auf das es ankommt.
Bauen Sie die Ausstattung auf drei Familien auf
- Cardio. Laufbänder, Ergometer, Crosstrainer und Rudergeräte haben die höchste Nutzungsquote je Gerät und prägen den ersten Eindruck der Fläche. Das Programm an Cardiogeräten für Studios deckt die üblichen Stationstypen ab.
- Steckgewichtgeräte. Geführte Geräte erlauben es einem Mitglied ohne Trainingserfahrung, sicher und unbeaufsichtigt zu trainieren. Ein geführter Zirkel wie die Forza Steckgewichtserie bildet das Rückgrat der meisten gewerblichen Flächen.
- Freihanteln und Racks. Kurzhanteln, Bänke sowie Racks und Power Cages bedienen Ihre engagiertesten Mitglieder und binden je Trainingsplatz das geringste Kapital.
Bestehen Sie auf echter gewerblicher Bauweise
Geräte in einer beaufsichtigten gewerblichen Anlage sollten nach EN ISO 20957-1 Klasse S ausgeführt sein, der Klasse für den professionellen Einsatz. Leichtere Spezifikationen sind auf wenige Trainingseinheiten pro Woche ausgelegt und nicht auf ein Gerät, das mehrere hundert Mal am Tag belastet wird. Der Unterschied zeigt sich an Rahmen, Lagern, Polstern und Seilführungen, und zwar meist im zweiten oder dritten Betriebsjahr, nicht im Ausstellungsraum.
Ergonomie zählt ebenso viel wie Robustheit. Verstellbare Sitze und Polster, klare Bewegungsbahnen und Laststufen, die auch für untrainierte Mitglieder nutzbar sind, verhindern Verletzungen und sorgen dafür, dass Menschen wiederkommen. Ein Gerät, das nur einem durchschnittlich großen Sportler passt, schließt einen großen Teil Ihrer Mitglieder aus.
Auf Vielfalt achten, nicht nur auf Stückzahl
Die Ausstattung muss unterschiedliche Muskelgruppen ansprechen und genügend Widerstandsstufen bieten, um von der ersten Trainingseinheit bis zum fortgeschrittenen Programm alle zu bedienen. Das bedeutet durchgehende Laststaffelungen statt einzelner Sprünge und eine Stationsverteilung, die Drücken, Ziehen, Beine und Rumpf abdeckt, statt vier Varianten derselben Bewegung.
Den Boden nicht vergessen
Die Fläche unter den Geräten gehört zur Spezifikation und ist kein nachträglicher Gedanke. Gummi-Bodenfliesen schützen den Estrich, senken die Trittschallübertragung zwischen den Zonen und grenzen den Freihantelbereich vom Rest der Fläche ab. Zusammen mit den Geräten verlegt, kosten sie deutlich weniger als eine spätere Nachrüstung um die Geräte herum.
Häufige Fragen
Wie viele Geräte braucht ein Studio je Quadratmeter?
Eine allgemeingültige Kennzahl gibt es nicht: Sie hängt von lichter Höhe, Verkehrswegen, Öffnungszeiten und der erwarteten Zahl gleichzeitiger Nutzer ab. Genau dafür dient eine Planungsstudie, die vor jeder Bestellung erstellt werden sollte.
Kompletten Zirkel auf einmal oder schrittweise aufbauen?
Beides funktioniert, sofern die Bauabschnitte geplant sind. Wer schrittweise aufbaut, sollte Fläche und Stromanschluss für spätere Stationen von Anfang an reservieren, damit die fertige Anordnung stimmig bleibt.
Worauf kommt es bei knappem Budget an?
Auf die Verarbeitungsqualität der meistgenutzten Stationen und auf ausreichende Vielfalt für den ganzen Körper. Ein kurzer, solide gebauter Zirkel ist besser als ein langer aus Geräten, die die ersten beiden Jahre nicht überstehen.
Ihre Ausstattung planen
Light In Fitness hat seit 2013 mehr als 500 Anlagen ausgestattet, von unabhängigen Clubs über Hotels, Kommunen und Schulen bis zu Reha-Zentren. Senden Sie uns Ihren Grundriss, Ihre Öffnungszeiten und das Profil Ihrer Mitglieder, und wir erstellen die Planungsstudie samt passender Geräteliste. Fordern Sie Ihr Angebot an.



