Ein Reha-Raum ist kein kleines Fitnessstudio. Wer ihn nutzt, kommt von einer Verletzung, einer Operation oder einem Funktionsverlust, wird durchgehend betreut, und dieselbe Maschine wird an einem Tag von einem Dutzend verschiedener Patienten genutzt. Das ändert die Spezifikation grundlegend: Maßgeblich ist nicht die maximale Last, sondern der Start bei null, die Einstellung durch die Fachkraft statt durch den Patienten und die Reinigbarkeit zwischen zwei Nutzern.
Dieser Leitfaden beschreibt, worauf es bei der Ausstattung einer Physiotherapiepraxis, einer osteopathischen Praxis, einer klinischen Reha-Abteilung oder einer Pflegeeinrichtung ankommt und welche Geräte welchen Teil des Programms abdecken.
Warum das medizinische Umfeld eigene Anforderungen stellt
Physiotherapeuten und Osteopathen setzen Kraft- und Cardiogeräte als Behandlungsmittel ein, nicht als Fitnessangebot. Das Gerät muss den Patienten durch eine Bewegung führen, die er selbst noch nicht kontrolliert, und genau das leistet eine geführte, beaufsichtigte Maschine, während freies Training es nicht leistet.
Drei Eigenschaften definieren geeignete Geräte. Sie müssen sicher sein, denn zur Nutzergruppe gehören Menschen mit vermindertem Gleichgewicht, verminderter Kraft und schmerzbegrenztem Bewegungsumfang. Sie müssen vielseitig sein, weil ein einziger Raum ein breites Spektrum an Krankheitsbildern abdecken muss. Und sie müssen bequem sein, denn wer die Einheit fürchtet, führt das Programm nicht zu Ende. Innengeräte in solchen Einrichtungen müssen nach EN ISO 20957-1 Klasse S zertifiziert sein, der professionellen Klassifizierung.
Was Reha-Geräte von Studiogeräten unterscheidet
Geräte für Gesundheitseinrichtungen sind durch drei Merkmale bestimmt, die eine normale gewerbliche Maschine nicht braucht. Der Widerstand beginnt bei null, sodass der Patient vom Bewegungsbeginn an belastet werden kann und nicht erst ab einem unbrauchbaren Mindestwert. Der Zugang erfolgt seitlich, damit ein Patient mit eingeschränkter Mobilität oder ein Rollstuhlnutzer ohne Übersteigen eines Rahmens Platz nimmt. Und die Einstellungen bedient die Fachkraft, nicht der Patient, sodass die Position stimmt, bevor überhaupt Last aufgenommen wird.
Hinzu kommen die praktischen Anforderungen des Mehrpatientenbetriebs: Oberflächen, die wiederholte Desinfektion vertragen, Polster, die nichts aufnehmen, und geringer Wartungsaufwand, damit die Fachkraft ihre Zeit der Behandlung widmet und nicht der Technik. Diese Eigenschaften trennen ein Reha-Gerät von einem Studiogerät, nicht der Preis.
Auswahlkriterien
Sicherheit steht an erster Stelle, um jedes Risiko einer Folgeverletzung zu vermeiden. Danach kommt die Vielseitigkeit, damit derselbe Raum mehrere Krankheitsbilder behandeln und unterschiedliche Muskelgruppen belasten kann. Komfort motiviert dazu, das Programm zu Ende zu führen. Die Laufruhe zählt hier mehr als anderswo, denn eine ruckende Maschine überträgt Last genau dann, wenn das Gelenk sie am wenigsten aufnehmen kann. Schließlich sollten die Geräte einfach zu bedienen und wartungsarm sein.
Empfohlene Geräte nach Behandlungsbereich
Die folgende Liste ist beispielhaft und wird je Projekt angepasst. Für den allgemeinen Wiederaufbau erlaubt eine Multistation mit mehreren Trainingsplätzen in Kombination mit einem Cardiogerät, alle Aspekte der körperlichen Verfassung zu bearbeiten und zugleich Ausdauer aufzubauen.
Für die untere Extremität erlauben Beinpresse und Hackenschmidt eine sichere, geführte Belastung der Beinmuskulatur. Für die Schulter stellen eine Schulterdruckmaschine und eine Butterfly-Station Beweglichkeit und Kraft in dieser Region wieder her. Für die Arme erlaubt eine Kabelzugstation für die Reha gezieltes, progressives Arbeiten mit feiner Laststeuerung.
Hand und Finger werden über Zubehör abgedeckt: Handtrainer, Wrist Roller und verschiedene Zuggriffe bauen die Kraft wieder auf, die der Alltag verlangt. Für das Gleichgewicht entwickeln ein Crosstrainer und Balancekissen Koordination und Stabilität, beides zentral für die Genesung. Die muskuläre Entspannung schließt das Programm ab: Massagepistole, Akupressurmatte, Faszienrolle und Massageball lösen Spannungen und unterstützen die Erholung zwischen den Einheiten.
Wenn der Raum zusätzlich dem allgemeinen Aufbautraining dient, liefern die geführten Maschinen aus dem Programm der Kraftgeräte für Fitnessstudios die kontrollierte Bahn, die freies Training ohne Aufsicht nicht bietet.
Welche Einrichtungen das betrifft
Light In Fitness hat Kraft- und Cardiogeräte an Reha-Zentren, Physiotherapiepraxen, osteopathische Praxen, Klinikabteilungen und Pflegeeinrichtungen geliefert. Die Gerätelisten unterscheiden sich deutlich, und ebenso die Planung: Eine Einzelpraxis wird um Verkehrswege und kleine Fläche herum geplant, eine Klinikabteilung um gleichzeitige Patienten und Zugangsanforderungen, eine Pflegeeinrichtung um niedrige Lasten und einfache Transfers.
Häufige Fragen
Kann man Studiogeräte im Reha-Raum einsetzen?
Nur teilweise. Eine gewerbliche Maschine hat meist eine Mindestlast, die für die Frühphase schon zu hoch ist, und ihre Einstellungen sind für die Bedienung durch den Nutzer gedacht. Für die Frühphase brauchen Sie Geräte, die bei null Widerstand beginnen und von der Fachkraft eingestellt werden.
Was zählt im Mehrpatientenbetrieb am meisten?
Desinfizierbare Oberflächen und Haltbarkeit. Eine Maschine im klinischen Umfeld erlebt viele kurze Einheiten pro Tag statt weniger langer und wird zwischen jeder gereinigt.
Braucht es Cardiogeräte zusätzlich zu Kraftgeräten?
In den meisten Programmen ja. Cardio baut Ausdauer auf und beim Crosstrainer zusätzlich Koordination und Gleichgewicht, was Kraftgeräte allein nicht leisten.
Wie viel Fläche braucht ein Reha-Raum?
Je Gerät weniger als ein Studio, aber mehr Bewegungsfläche darum herum, weil die Fachkraft neben dem Patienten stehen muss und gegebenenfalls ein Rollstuhl seitlich heranfahren können muss.
Ihre Einrichtung ausstatten
Senden Sie uns die Raummaße, die Art der Einrichtung, die behandelten Krankheitsbilder und die Zahl der Behandelnden; Sie erhalten eine vollständige Geräteliste und eine Planung, die sich an den klinischen Wegen orientiert und nicht an der Gerätezahl. Angebot anfordern und wir bauen die Spezifikation auf Ihrem Behandlungsspektrum auf.
Sources et références
- Code du sport, articles R322-4 à R322-43 – garanties d’hygiène et de sécurité applicables aux établissements d’activités physiques et sportives (Légifrance)



