Eine Kommune kauft keine Geräte. Sie kauft eine Lösung, die robust, wartbar, normkonform und belastbar begründbar ist – denn die Nutzung ist intensiv und unbeaufsichtigt, die Anlage steht im Wetter, sie wird beschädigt, und die Haftung liegt beim Betreiber. Dieser Leitfaden strukturiert ein kommunales Projekt im Freien wie im Innenbereich: die entscheidenden Weichenstellungen, eine Projektmethode in fünf Schritten, Richtbudgets, die anwendbaren europäischen Normen und die Punkte, die speziell die öffentliche Beschaffung betreffen.
Kurz gefasst
Ein kommunales Projekt entscheidet sich an vier Punkten: der Zielgruppe, die den Schwierigkeitsgrad der Geräte bestimmt; der Korrosionsschutzausführung, die die tatsächliche Lebensdauer bestimmt; dem Fallschutzboden, der ab 60 cm freier Fallhöhe unter EN 1177 fällt und Ihre Haftung berührt; und der Wartung, deren Nachweisbarkeit Sie im Schadensfall schützt. Rechnen Sie mit 6.000 bis 18.000 EUR zzgl. MwSt. für eine Basisanlage und mit 45.000 bis 120.000 EUR zzgl. MwSt. für einen vollständigen Parcours in verstärkter Ausführung.
Die sieben Entscheidungen, die ein kommunales Projekt tragen
1. Zielgruppe und zugehörige Risiken
Jugendliche, Erwachsene, ältere Menschen, Schulklassen: Die falsche Dosierung erzeugt entweder eine zu anspruchsvolle und damit ungenutzte Anlage oder eine zu schwache und damit beschädigte. Die robusteste Konfiguration verbindet eine barrierearme Mehrzweckzone mit einer anspruchsvolleren Zone. Ein normativer Punkt, den man kennen sollte: EN 16630 für Outdoor-Fitnessgeräte richtet sich an Nutzer mit einer Körpergröße von mindestens 1,40 m. Darunter befindet man sich im Bereich der Spielplätze und der Norm EN 1176 – zwei Regelwerke, zwei Bemessungen. Beide Zielgruppen können einen Standort teilen, werden aber getrennt geplant.
2. Draußen, drinnen oder beides
Der Außenbereich ist sichtbar, attraktiv und dauerhaft offen, verlangt aber einen ernsthaften Korrosionsschutz und eine solide Verankerung. Der Innenbereich lässt sich leichter kontrollieren, muss aber für die unbeaufsichtigte gemeinschaftliche Nutzung ausgelegt sein. Siehe die Sortimente Outdoor-Fitnessgeräte und Street-Workout-Anlagen.
3. Korrosion je nach Standort
In feuchter Lage, in Küstennähe oder im belasteten städtischen Umfeld lautet die Frage nicht, ob die Konstruktion korrodiert, sondern wann. Entscheidend ist die Stimmigkeit des Gesamtaufbaus – Stahlgüte, Oberflächenbehandlung, Verschraubung – und nicht nur die Hauptkonstruktion: Standardschrauben an einer Edelstahlkonstruktion zerstören den Schutz. Unsere Außenkonstruktionen fertigen wir in unserer eigenen Werkstatt in Tours, Frankreich, je nach Exposition in verzinktem Stahl oder in Edelstahl.
4. Boden und Sturzrisiko
Der Boden ist keine Komfortposition, sondern eine Haftungsposition. Sobald ein Gerät eine freie Fallhöhe über 60 cm aufweist, gilt EN 1177, und der Belag muss eine kritische Fallhöhe aufweisen, die mindestens der des Geräts entspricht und durch Prüfung belegt ist. Anhaltswerte für Gummifliesen: 60 mm für 2,00 m, 80 mm für 2,50 m, 100 mm und mehr darüber hinaus. Siehe das Sortiment Gummi-Bodenfliesen.
5. Vandalismus und intensive Nutzung
Kommunale Geräte müssen für unbeaufsichtigte Nutzung konstruiert sein: einfache Bauweise, einzeln austauschbare Teile, professionelle Befestigungen, keine zugänglichen Demontagepunkte. Anleitung vor Ort – gut lesbare Hinweistafeln, Piktogramme und gegebenenfalls kurze Videodemonstrationen – erhöht die korrekte Nutzung und senkt die Beschädigungen. Herstellerkennzeichnung, Baujahr und Nutzungsbeschilderung sind ohnehin Anforderungen der EN 16630.
6. Ein einziger Ansprechpartner
Kommen Boden, Konstruktion und Geräte von drei verschiedenen Lieferanten, verschieben sich Termine und verdünnt sich die Verantwortung an den Schnittstellen – und genau dort entstehen Abnahmestreitigkeiten. Ein einziger Partner senkt den Koordinationsaufwand und beseitigt diese Grauzonen.
7. Wartung, das entscheidende Kriterium in der Beschaffung
Guter Kundendienst genügt nicht: Er muss prüfbar sein. Zugesagte Reaktionszeiten, abgedeckter Umfang, langfristige Ersatzteilverfügbarkeit und Referenzen vergleichbarer Kommunen. Es ist zugleich eine normative Anforderung: EN 1176-7 regelt die Inspektionsstufen für Spielplätze – visuelle Routinekontrolle, operative Inspektion und jährliche Hauptinspektion. Über die europäischen Normen hinaus prüfen Sie die nationale Regelung Ihres Landes, die einen dokumentierten Wartungsplan für Anlagen im öffentlichen Raum vorschreiben kann.
Umweltkriterien in der Ausschreibung
In ganz Europa verlangt das Vergaberecht zunehmend, Umweltaspekte in der Bedarfsdefinition, in den Ausführungsbedingungen und in den Zuschlagskriterien zu berücksichtigen, sodass der Preis allein nicht mehr über Angebote entscheidet. Für Sportgeräte bedeutet das überprüfbare Anforderungen: dokumentierter Rezyklatanteil, Garantiedauer, Verfügbarkeit einzelner Ersatzteile und ein Verwertungsweg am Lebensende. Die konkreten Pflichten und ihre Fristen werden national festgelegt – klären Sie sie anhand der für Ihre Kommune geltenden Regelung, bevor Sie die Ausschreibung verfassen.
Die Projektmethode in fünf Schritten
- Nutzungsanalyse – Zielgruppe, erwartete Frequenz, Standortbedingungen, erkannte Risiken.
- Zonierung und Plan – Anordnung in 2D und 3D: Wege, Sicherheitsbereiche, Zonen hoher Beanspruchung.
- Auswahl von Boden, Konstruktionen und Geräten, mit bepreisten Alternativen je Budgetstufe.
- Montage, Verankerung und Abnahme, mit Übergabe der technischen Unterlagen.
- Wartungsplan – vorbeugend und behebend, mit zu führendem Prüfbuch.
Außen: drei typische Konfigurationen
| Konfiguration | Richtbudget | Umfang |
|---|---|---|
| Basis | 6.000 bis 18.000 EUR zzgl. MwSt. | Mehrzweckkonstruktion (Klimmzüge, Dips, Bauch), Stangen in mehreren Höhen, Hinweistafel und Beschilderung, bemessener Fallschutzboden und Wege |
| Performance | 18.000 bis 45.000 EUR zzgl. MwSt. | Erweiterte Konstruktion mit mehreren Stationen, progressive Module (Leitern, Monkey Bars, Griffe), zusätzliche Kräftigungs- und Mobilitätszone, durchgängiger Fallschutzboden |
| Premium | 45.000 bis 120.000 EUR zzgl. MwSt. | Maßanfertigung in Anordnung, Farbgebung und kommunaler Identität, verstärkter Korrosionsschutz für Küstenlagen, vollständiger Parcours von funktionell bis Mobilität, hochwertige Böden und Oberflächen |
Es handelt sich um Größenordnungen zzgl. MwSt. ohne Geländevorbereitung; verbindlich ist allein das Angebot.
Innen: eine Mehrzweckkonfiguration
Für ein gemischtes Publikum mit freiem Zugang ist das Ziel ein Raum, der einfach zu nutzen, sicher wirkend und leicht instand zu halten ist. Er wird in Zonen gegliedert:
- Cardio – Profigeräte, die ohne Einweisung nutzbar sind.
- Geführte Kraft – festgelegte Bewegungsbahnen, die Einsteigern Sicherheit geben. Siehe Steckgewicht-Maschinen.
- Functional – Kleingeräte und eine kompakte Station.
- Mobilität und Dehnen.
Richtbudget: 12.000 bis 80.000 EUR zzgl. MwSt., ohne größere Baumassnahmen.
Zur Geräteklasse: Für freien, unbeaufsichtigten Zugang schreiben Sie EN ISO 20957-1 Klasse S aus, die Klasse für professionelle und institutionelle Nutzung. Klasse I ist die professionelle Klasse für den inklusiven Zugang von Menschen mit Behinderung – ein anderer Anwendungsbereich, keine höhere Intensitätsstufe über Klasse S. Soll Ihre Anlage Menschen mit eingeschränkter Mobilität erreichen, kommt diese Klasse hinzu, sie ersetzt Klasse S nicht.
Legen Sie grundsätzlich zwei bis drei Varianten vor – Basis, Performance, Premium – samt Auswirkungen auf Lieferzeit, Wartung und Betriebskosten. Das erleichtert die Entscheidung im Gremium.
Entscheidungstabelle
| Kriterium | Risiko bei Vernachlässigung | Antwort |
|---|---|---|
| Korrosion und Exposition | Vorzeitiger Austausch, nicht eingeplante Kosten | Material und Behandlung passend zum Standort, Verschraubung eingeschlossen |
| Boden und Fallhöhe | Unfall, Inanspruchnahme der Kommune | Boden nach kritischer Fallhöhe bemessen, durch Prüfung belegt |
| Konformität der Geräte | Beanstandung bei der Kontrolle | EN 16630 im Freien, EN ISO 20957 im Innenbereich |
| Intensive Nutzung | Bruch, lange Ausfallzeit | Profigeräte, austauschbare Teile, Wartungsplan |
| Projekttermine | Terminverzug, Schnittstellenstreit | Ein Ansprechpartner vom Boden bis zur Montage |
| Umweltkriterien | Angebot erfüllt neue Anforderungen nicht | Dokumentierter Rezyklatanteil, Garantie, Ersatzteile, Lebensende |
Häufige Fragen
Welches Budget ist für eine kommunale Street-Workout-Anlage einzuplanen?
Eine Basisanlage beginnt in der Regel zwischen 6.000 und 18.000 EUR zzgl. MwSt., eine Performance-Konfiguration liegt zwischen 18.000 und 45.000 EUR zzgl. MwSt., ein vollständiger Parcours in verstärkter Ausführung zwischen 45.000 und 120.000 EUR zzgl. MwSt. Die Spanne ergibt sich aus Größe der Konstruktion, Fallschutzboden, Umfang des Korrosionsschutzes und Oberflächen. Die Geländevorbereitung ist nicht enthalten.
Ist Edelstahl überall sinnvoll oder nur an der Küste?
Die Küste ist der anspruchsvollste Fall, doch eine verstärkte Ausführung rechnet sich überall dort, wo dauerhafte Feuchte, städtische Belastung, intensive Nutzung oder seltene Wartung zusammenkommen. Entschieden wird über die Kosten auf zehn Jahre, nicht über den Anschaffungspreis: Eine nach sieben Jahren ersetzte Konstruktion kostet mehr als eine von Anfang an besser geschützte. Die Stimmigkeit des Gesamtaufbaus zählt so viel wie das Hauptmaterial, Verschraubung eingeschlossen.
Ist ein Fallschutzboden Pflicht?
Ja, sobald ein Gerät eine freie Fallhöhe über 60 cm aufweist. EN 1177 verlangt dann, dass die kritische Fallhöhe des Bodens mindestens der freien Fallhöhe des Geräts entspricht, nachgewiesen durch Laborprüfung. Nationale Vorschriften können daraus für öffentliche Spielplätze eine rechtliche Pflicht machen – prüfen Sie die in Ihrem Land geltenden Regeln.
Welche Norm gilt für Geräte im Freien?
EN 16630 regelt fest installierte Outdoor-Fitnessgeräte für Nutzer ab 1,40 m Körpergröße. Sie fordert unter anderem Sicherheitsbereiche von mindestens 1,50 m, eine Konstruktion ohne Fängnisstellen, dokumentierte Verankerungsbedingungen und eine Kennzeichnung an jedem Gerät. Für Module für Kinder gilt stattdessen EN 1176.
Ist eine Maßanfertigung für das Gelände möglich?
Ja, und oft entscheidet genau das über genutzte oder verwaiste Flächen. Die Maßanfertigung optimiert die Anordnung auf einem beengten Grundstück, ordnet die Wege, hält die Erweiterbarkeit offen und integriert das Erscheinungsbild der Kommune.
Wer übernimmt Montage und Verankerung?
Die Verankerung ist der kritischste Punkt für Sicherheit und Lebensdauer und muss dokumentiert werden. Wir empfehlen, sie in denselben Auftrag aufzunehmen statt in ein eigenes Los: Im Schadensfall ist die Verantwortung dann eindeutig. Andernfalls sollte die Koordination der Beteiligten bereits in den Vergabeunterlagen festgelegt werden.
Wie gewinnt ein öffentlicher Auftraggeber Sicherheit über den Lieferanten?
Über überprüfbare statt behauptete Nachweise: zugesagte Reaktionszeiten, Abdeckungsgebiet, Ersatzteilverfügbarkeit über einen zugesagten Zeitraum, Zertifikate und Prüfberichte sowie Referenzen vergleichbarer Kommunen, deren Anlagen seit mehreren Jahren stehen. Diese Unterlagen entscheiden die Angebotswertung deutlich stärker als Verkaufsargumente.
Braucht es im Innenbereich geführte Maschinen?
Für ein gemischtes Publikum aus Einsteigern, älteren Menschen und Vereinen sind Steckgewichtsmaschinen sicherer, intuitiver und einfacher zu pflegen als ein Bestand nur aus freien Gewichten. Sie passen besonders zu freiem Zugang ohne ständige Betreuung.
Welche Förderung kommt für ein kommunales Projekt in Frage?
Meist bestehen mehrere Programme nebeneinander, je nach Träger und Region: nationale und regionale Investitionszuschüsse, Unterstützung durch öffentliche Sportförderstellen sowie europäische Mittel im ländlichen Raum. Bezeichnungen, Bedingungen und förderfähige Positionen unterscheiden sich von Land zu Land – bauen Sie den Finanzierungsplan auf den für Ihre Kommune geltenden Programmen auf.
Empfehlung und Budget anfordern
Light In Fitness ist seit 2013 B2B-Hersteller und Distributor von Sportgeräten und hat über 500 Einrichtungen ausgestattet, darunter zahlreiche Kommunen, Gemeindeverbände und Schulen. Wir vereinen Planung bis zum Anordnungsplan in 2D und 3D, die Maßanfertigung von Konstruktionen aus Stahl und Edelstahl in der eigenen Werkstatt, Cardio- und Kraftgeräte für den Innenbereich, Sportböden innen und außen, die normative Dokumentation für Ausschreibung und Förderantrag sowie Kundendienst und langfristige Ersatzteilversorgung. Angebot anfordern.
Réalisations documentées
- Cage street workout ultime, Carcassonne – armee francaise
- Cage street workout ultime, Tahiti – armee francaise, Polynesie
- Cage SP Max, centre EPIDE de Combree – etablissement public d insertion
- Cage SP Max, lycee Saint-Benigne de Dijon – etablissement scolaire
Sources et références
- NF EN 16630 – modules fixes d’entraînement physique de plein air : exigences de sécurité et méthodes d’essai (AFNOR)
- Code du sport, article L322-2 – garanties d’hygiène et de sécurité des établissements d’activités physiques et sportives (Légifrance)
- Décret n° 96-1136 du 18 décembre 1996 – prescriptions de sécurité relatives aux aires collectives de jeux (Légifrance)
- NF EN 1176-1 – Équipements et sols d’aires de jeux, partie 1 : exigences de sécurité et méthodes d’essai générales (AFNOR)



