Ein Fitnessraum an einer Hochschule ist kein gewerblicher Club mit Studierenden darin: Er bedient Lehrveranstaltungen der Sportwissenschaft, frei zugängliche Trainingszeiten, die Nutzung durch Beschäftigte und hochschulübergreifende Wettkämpfe auf derselben Fläche, in der Regel von 8 bis 22 Uhr und samstagvormittags. Dieses Mischprofil belastet Böden, Stangen, Seile und Polster deutlich stärker als ein privater Club, weshalb Haltbarkeit und Wartungsfreundlichkeit zu Auswahlkriterien werden, die der technischen Leistung gleichrangig sind. Dieser Leitfaden richtet sich an Hochschulsporteinrichtungen, Campusleitungen, sportwissenschaftliche Institute und Liegenschaftsverwaltungen und behandelt die Methode der Bedarfsbeschreibung, die geltenden Normen, die Ausstattung je Zone, ein Budgetraster und die Vergaberegeln, die den Kauf prägen.
Die Randbedingungen, die einen Campus besonders machen
Drei Randbedingungen bestimmen jede spätere Entscheidung. Die Nutzung ist intensiv und vielfältig und mischt völlige Anfänger im ersten Studienjahr mit Wettkampfsportlern im selben Raum. Das Gebäude ist eine öffentlich zugängliche Anlage, in Frankreich ein ERP des Typs X, mit Brandschutzpflichten für Fluchtwege, Entrauchung, Feuerlöscher und gekennzeichnete Notausgänge, mit wiederkehrender Prüfung durch eine Sicherheitskommission und, in den höheren Kategorien, mit einer Konformitätsbescheinigung durch eine zugelassene Prüfstelle oder eine Architektin beziehungsweise einen Architekten. Und Barrierefreiheit ist nicht verhandelbar: Eingang, Empfang, innere Verkehrswege, Umkleidekabinen, Sanitärräume, Stellplätze und Beschilderung sind einzubeziehen, Flure müssen einen Rollstuhl samt Begleitperson passieren lassen, Geräte müssen höhenverstellbar sein, und Bedienelemente und Anzeigen gehören zwischen 0,40 m und 1,30 m über den Boden.
| Kategorie nach französischer ERP-Klassifikation Typ X | Zulässige Gesamtbelegung |
|---|---|
| Kategorie 1 | über 1.500 Personen |
| Kategorie 2 | 701 bis 1.500 |
| Kategorie 3 | 301 bis 700 |
| Kategorie 4 | 200 bis 300 |
| Kategorie 5 | unter 200 |
Die meisten Hochschulfitnessräume fallen in Kategorie 3 oder 4, und die Kategorie bestimmt die Anforderungen an Fluchtwege, die Alarmtechnik, die Prüfhäufigkeit und den Aufbau der Sicherheitsakte. In anderen europäischen Ländern gelten gleichwertige Klassifikationssysteme, das Prinzip überträgt sich also, auch wenn die Zahlen es nicht tun.
Bestandsaufnahme vor dem Kauf
Erheben Sie den Bestand, bevor Sie irgendetwas spezifizieren: Gebäudezustand, verfügbare Fläche, lichte Raumhöhe, die für einen Kraftraum mindestens 3 m und für eine Mehrzwecksporthalle 6 bis 7 m betragen muss, Stromversorgung, denn einzelne hochwertige Cardiogeräte benötigen einen Drehstromanschluss, Lüftung sowie natürliche und künstliche Beleuchtung. Verschneiden Sie das mit einer Frequenzanalyse: Wie viele Studierende sind beim Hochschulsport eingeschrieben, welche Zeitfenster sind verplant und welche Aktivitäten hat die Lehre als vorrangig benannt. Erst dann definieren Sie die Funktionszonen, denn Modularität ist auf einem Campus die eigentliche Anforderung. Cardio gehört an den Rand, was die Aufsicht erleichtert und die Lärmweitergabe begrenzt. Kraftgeräte mit Steckgewicht passen zu Anfängern und bilden die Zone, die rollstuhlgerecht sein muss. Die Zone für Freihantel und Cross Training bedient Fortgeschrittene und Lehrveranstaltungen. Ein Kursraum mit Schwingboden, Spiegeln, Stangen und Audioanlage deckt Yoga, Pilates, Step und Kampfsport ab. Wo die Fläche es zulässt, vervollständigt ein Mehrzweckfeld mit Linierung für Badminton, Basketball, Volleyball und Handball das Angebot.
Ausstattung und Budget je Zone
| Zone | Wesentliche Ausstattung | Empfohlenes Minimum | Kosten netto |
|---|---|---|---|
| Cardio | Laufbänder, Ergometer, Crosstrainer, Rudergeräte | 15 bis 20 Stationen | 15.000 bis 40.000 EUR |
| Kraftgeräte mit Steckgewicht | Kabelmaschinen, Pressen, Mehrfachstationen | 10 bis 15 Maschinen | 20.000 bis 60.000 EUR |
| Freihantel und Cross Training | Cages, Racks, Olympiastangen, Kurzhanteln, Kettlebells | 2 bis 4 Cages plus Zubehör | 10.000 bis 30.000 EUR |
| Kursbereich | Matten, Steps, Schlingentrainer, Stangen, Audio | für Gruppen von 20 bis 30 | 3.000 bis 10.000 EUR |
| Sportboden | Vulkanisierter Gummi im Kraftbereich, Sportholz im Kursbereich | gesamte Projektfläche | 8.000 bis 35.000 EUR |
| Barrierefreiheit und Sicherheitsbeschilderung | Schilder, taktile Leitelemente, Brandschutzausrüstung | gemäß Barrierefreiheitskonzept | 2.000 bis 5.000 EUR |
| Geschätzte Summe | 58.000 bis 180.000 EUR |
Als Dimensionierungsregel gilt: mindestens 15 bis 20 Cardiostationen für 200 bis 300 pro Woche aktive Studierende. Schreiben Sie für die gesamte Fläche EN ISO 20957-1:2024 Klasse S aus, also die Klasse für die gewerbliche und kommerzielle Nutzung. Klasse H ist der Heimgebrauch und übersteht einen Campusstundenplan nicht, und »halbprofessionell« ist keine Klasse, die in der Norm existiert, gleichgültig was ein Katalog behauptet. Touchscreen-Konsolen mit voreingestellten Programmen und zugänglichen Bedienoberflächen, also kontrastreicher Schrift und Bedienelementen in erreichbarer Höhe, verbessern die selbstständige Nutzung spürbar in einem Raum, der zwischen den Lehrveranstaltungen häufig unbeaufsichtigt ist.
Für die Freihantelzone ersetzt ein gut konstruierter Cage rund zehn Einzelmaschinen und passt sich jeder Körpergröße an, weshalb zwei bis vier Cages eine solide Basis für ein sportwissenschaftliches Institut sind. Freie Gewichte von 2 bis 40 kg, Olympiastangen und Kettlebells vervollständigen das Angebot für erfahrene Nutzer.
Boden und die dazugehörigen Normen
Der Boden wird in Campusbudgets regelmäßig unterschätzt und ist zugleich das Element, das über Sicherheit, Komfort und Lebensdauer alles darauf Stehenden entscheidet. Für einen Kraft- und Cross-Training-Raum an einer Hochschule spezifizieren Sie 15 bis 20 mm vulkanisierten Gummi, der abgelegte Lasten aufnimmt, feuchtebeständig ist, sich leicht reinigen lässt und Ausrutschen verhindert. Für Mehrzweck- und Kursflächen liefern ein Sportholz-Schwingboden oder ein Polyurethanbelag in Wettkampfqualität das Ballsprungverhalten und den Kraftabbau, die diese Aktivitäten verlangen. Sportböden für Innenräume regelt die EN 14904, die Kraftabbau, Gleitverhalten, Verformungswiderstand und vertikales Ballverhalten festlegt; französische Projekte verweisen zusätzlich auf die NF P90-202 für den Mindestwiderstand gegen abgelegte Lasten in Kraftbereichen. Beide gehören in die technische Leistungsbeschreibung Ihres Verfahrens. Ergänzen Sie Markierungen für die Barrierefreiheit: Farbkontraste und taktile Leitelemente an den Zugängen.
Vergabe: Schwellenwerte und Losbildung
Hochschulen sind öffentliche Einrichtungen, ihre Gerätebeschaffung folgt daher dem Vergaberecht. In Frankreich verlangt ein Los Sportgeräte oberhalb von 40.000 EUR netto einen dokumentierten Wettbewerb, oberhalb von 90.000 EUR ein angepasstes Verfahren und oberhalb des EU-Lieferschwellenwerts, in unserer französischen Quelle mit 221.000 EUR netto angegeben, ein vollständiges offenes Verfahren. Die EU-Schwellenwerte werden alle zwei Jahre angepasst und unterscheiden sich zwischen zentralen und subzentralen Auftraggebern; prüfen Sie deshalb sowohl die nationalen Stufen als auch den aktuellen EU-Wert vor der Einleitung, statt sich auf einen veröffentlichten Beitrag zu verlassen. Eine Losbildung nach Gerätetyp, also Cardio, Kraftgeräte mit Steckgewicht, Freihantel und Boden als getrennte Lose, lohnt sich: Sie verbreitert das Bieterfeld je Los und verbessert die Preise in der Regel.
Budgetstufen
Campusprojekte fallen meist in drei Stufen. Ein minimales Projekt von 40.000 bis 70.000 EUR netto erneuert einen bestehenden Raum: neues Cardio, einige zusätzliche Kraftgeräte und ein neuer Boden in den abgenutzten Zonen, was zu kleinen Campussen und Fachhochschulinstituten passt. Ein mittleres Projekt von 70.000 bis 130.000 EUR schafft oder überarbeitet einen Mehrzweckraum von 200 bis 400 m² vollständig, mit ausgestatteten Funktionszonen, neuem Boden und teilweiser Ertüchtigung der Barrierefreiheit, was zu einem mittelgroßen Hochschulsport passt. Ein vollständiges Projekt liegt darüber und umfasst neben der Ausstattung in der Regel Bauleistungen, was sowohl den Vergabeweg als auch das Budget verändert.
Häufige Fragen
Wie viele Cardiostationen braucht ein Campus?
Fünfzehn bis zwanzig für 200 bis 300 pro Woche aktive Studierende, am Rand der Fläche angeordnet. Darunter bestimmen die Warteschlangen um 17 Uhr den Ruf der gesamten Anlage.
Sollten wir zuerst Kraftgeräte mit Steckgewicht oder freie Gewichte kaufen?
Zuerst Geräte mit Steckgewicht. Studierende im ersten Jahr kommen ohne Trainingserfahrung, und geführte Maschinen lassen sie sicher arbeiten, ohne dass eine Anleitung anwesend ist, was in frei zugänglichen Zeitfenstern der Normalfall ist.
Welche Raumhöhe brauchen wir?
Mindestens 3 m für einen Kraftraum und 6 bis 7 m für eine Mehrzwecksporthalle. Prüfen Sie das vor der Spezifikation von Cages, denn ein Rig von 2,7 m passt nicht unter eine Unterkante von 2,8 m, sobald die Befestigungen mitgerechnet sind.
Welche Normen gehören in die Leistungsbeschreibung?
EN ISO 20957-1:2024 Klasse S für die Trainingsgeräte, EN 14904 für Sportböden in Innenräumen sowie Ihre nationalen Anforderungen an Böden in Krafträumen und die Maße der Barrierefreiheit. Verlangen Sie von den Bietern die Erklärungen und nicht nur die Behauptung der Konformität.
Können die Geräte gemietet statt gekauft werden?
Ja, und für eine öffentliche Einrichtung kann ein Mietmodell leichter genehmigungsfähig sein, weil die Raten im laufenden Haushalt und nicht in den Investitionen liegen. Prüfen Sie die Regeln Ihrer eigenen Einrichtung, bevor Sie davon ausgehen.
Statten Sie Ihre Campusanlage aus
Light In Fitness hat seit 2013 von Tours in Frankreich aus mehr als 500 Anlagen ausgestattet und liefert öffentlichen Auftraggebern die Unterlagen, die ihr Verfahren verlangt: Einheitspreisverzeichnisse, Preisaufgliederungen, technische Datenblätter und Konformitätserklärungen. Senden Sie uns Ihre Raummaße und Studierendenzahlen, und Sie erhalten innerhalb von 24 Arbeitsstunden ein bepreistes Layout. Die Auslieferung erfolgt regulär nach Frankreich, Belgien, in die Schweiz und nach Luxemburg; Lieferungen nach Deutschland und Österreich werden als Export projektbezogen kalkuliert. Sehen Sie Cardiogeräte, Racks und Power Cages und schlüsselfertige Projekte, oder fordern Sie ein Angebot an.
Réalisations documentées
- Cage street workout ultime, Carcassonne – armee francaise
- Cage street workout ultime, Tahiti – armee francaise, Polynesie
- Cage SP Max, centre EPIDE de Combree – etablissement public d insertion
- Cage SP Max, lycee Saint-Benigne de Dijon – etablissement scolaire
Sources et références
- Code de la commande publique – texte intégral en vigueur (Légifrance)
- Direction des affaires juridiques, ministère de l’Économie – réglementation de la commande publique et fiches techniques
- Code du sport, articles R322-4 à R322-43 – garanties d’hygiène et de sécurité applicables aux établissements d’activités physiques et sportives (Légifrance)
À lire aussi sur le même thème
- Comment créer une salle de sport à domicile de 15m² avec un budget de 2500€ : Guide complet
- Comment Créer une Salle de Sport en Entreprise en 2026 ? Guide Complet
- Bumper Plates: Standardgummi, Wettkampf oder Technik - welche kaufen?
- L’acoustique en salle de sport : réduire le bruit sans ruiner le budget


