Die Fitnessgeräte, die zu Pflegeheimen, Reha-Zentren und Kliniken passen, lassen sich in wenige klare Familien einteilen: Armergometer, aktiv-passive Bewegungstrainer, medizinische Gehlaufbänder, leichte Kraftgeräte mit Steckgewicht, Hilfsmittel für Gleichgewicht und Propriozeption sowie, wo ein Becken vorhanden ist, Ausstattung für die Bewegungstherapie im Wasser. Die richtige Mischung hängt vom Patientenprofil ab (Schlaganfallnachsorge, orthopädische Rehabilitation, neurologische Krankheitsbilder, altersbedingter Funktionsverlust) und von den therapeutischen Zielen. Eine vollständige Trainingsfläche für rund 20 Patienten entspricht je nach Ausstattungsgrad einer Investition von etwa 15.000 bis 50.000 EUR netto. Dieser Leitfaden geht die Entscheidungen Einrichtung für Einrichtung durch.
Cardiogeräte für den medizinischen Bereich
Geräte im klinischen Umfeld müssen maximale Zugänglichkeit bieten und einen Widerstand, der sich ab sehr niedrigen Stufen einstellen lässt. Sie kommen in Programmen nach Schlaganfall, nach herzchirurgischen Eingriffen und zum Erhalt der Selbstständigkeit zum Einsatz.
| Gerät | Hauptnutzung | Zielgruppe | Richtpreis (netto) |
|---|---|---|---|
| Armergometer (Handbike) | Rekonditionierung der oberen Extremitäten | Schlaganfallnachsorge, Rollstuhlfahrer | 800 – 2.500 EUR |
| Aktiv-passiver Bewegungstrainer | Durchblutung, Gelenkbeweglichkeit | Pflegebedürftige ältere Menschen | 200 – 800 EUR |
| Medizinisches Gehlaufband | Gangrehabilitation | Postoperativ, Neurologie | 3.000 – 8.000 EUR |
| Medizinisches Liegeergometer | Sanftes Cardio, Ausdauer | Patienten mit eingeschränkter Mobilität | 1.500 – 4.000 EUR |
| Therapeutischer Stepper | Kräftigung der unteren Extremitäten | Funktionelle Rehabilitation | 500 – 2.000 EUR |
Wesentliche Merkmale: niedriger Durchstieg, sehr niedriger Anfangswiderstand, Haltegriffe sowie Geschwindigkeiten ab 0,5 km/h bei Laufbändern mit verstärktem Not-Aus.
Kraftgeräte für die funktionelle Rehabilitation
- Steckgewichtsgeräte wie Beinpresse, Latzug und Brustpresse mit sehr niedrig beginnenden Gewichtsblöcken (Abstufungen von 1 bis 2,5 kg) und großen Verstellbereichen, ausgerichtet auf Kräftigung nach Trauma und auf Sarkopenie.
- Therapieseilzüge für die analytische Gelenkarbeit an Schulter, Knie und Hüfte.
- Kurzhanteln und Gewichtsmanschetten von 0,5 bis 5 kg für propriozeptives Arbeiten.
- Widerstandsbänder in ansteigenden Stufen.
- Stehtrainer und Barren für die schrittweise Rückkehr zum Stehen und Gehen.
Neurologische Rehabilitation: die spezialisierte Ebene
- Interaktive Laufbänder mit Drucksensorik und visueller Rückmeldung.
- Stabilometrieplattformen zur Bewertung und zum Training des Gleichgewichts.
- Virtual-Reality-Systeme für die motorische Rehabilitation.
- Höhenverstellbare Barren für das Gangtraining nach Schlaganfall.
- Balanceboards und Kreisel für die Propriozeption.
Bewegungstherapie im Wasser: lohnend, wo ein Becken vorhanden ist
Das Eintauchen ins Wasser nimmt den Gelenken einen großen Teil des Körpergewichts ab, bei Brusttiefe bis zu rund 80 %, was die Wassertherapie nach orthopädischen Operationen, bei rheumatischen Erkrankungen und in der Neurologie besonders geeignet macht. Auf 32 bis 34 °C erwärmtes Wasser fördert die Muskelentspannung und den Gelenkbewegungsumfang schon ab den ersten Sitzungen. Aquabikes und Unterwasserlaufbänder erweitern die therapeutischen Möglichkeiten.
Budget nach Ausstattungsgrad
| Stufe | Patientenkapazität | Enthaltene Ausstattung | Geschätztes Budget (netto) |
|---|---|---|---|
| Basis | 5 – 10 Patienten | Bewegungstrainer, Bänder, Hanteln, Barren | 5.000 – 15.000 EUR |
| Mittel | 10 – 20 Patienten | zusätzlich medizinische Ergometer, Steckgewichtsgeräte, Laufband | 15.000 – 35.000 EUR |
| Vollausstattung | 20 – 40 Patienten | zusätzlich Wassertherapie, Virtual Reality, Stabilometrie | 35.000 – 80.000 EUR |
Die Auswahl sollte immer gemeinsam mit den Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Rehabilitationsmedizinern getroffen werden, die die Nutzung verordnen: Der Krankheitsmix bestimmt die Geräteliste und nicht umgekehrt.
Auswahl nach Einrichtungsart
- Pflegeheime: Vorrang haben Liegeergometer, Bewegungstrainer, leichtes Krafttraining und Gleichgewichtsarbeit in einem betreuten Aktivitätsraum. Einen ausgearbeiteten Zirkel für Pflegeeinrichtungen stellen wir in einer eigenen Fallstudie vor; das passende Sortiment finden Sie unter Fitness für Pflegeheime.
- Reha-Zentren: die vollständige Trainingsfläche mit medizinischem Cardio, Steckgewichtsgeräten sowie Gang- und Gleichgewichtsausstattung, dimensioniert nach Patientendurchsatz.
- Kliniken: zusätzlich die neurologische Ebene (Sensorlaufbänder, Stabilometrie, Virtual Reality) sowie die Abstimmung mit den Hygieneprotokollen: versiegelte Polster, abwaschbare Oberflächen, nachvollziehbare Reinigung.
- Physiotherapiepraxen: eine kompakte Fassung derselben Logik. Unsere Pakete für Physiotherapiepraxen bündeln das Wesentliche.
Häufig gestellte Fragen
Welche Normen gelten für Fitnessgeräte in Gesundheitseinrichtungen?
Stationäre Trainingsgeräte fallen unter die Normenreihe EN ISO 20957. Für den professionellen und institutionellen Einsatz beschaffen Sie Geräte nach EN ISO 20957-1 Klasse S, mit CE-Kennzeichnung. Die Klasse I derselben Norm bezeichnet dabei die professionelle Nutzung mit barrierefreiem Zugang und ist keine höhere Beanspruchungsstufe als die Klasse S. Geräte mit medizinischer Zweckbestimmung unterliegen zusätzlich dem Medizinprodukterecht; für gewöhnliche Rekonditionierungsgeräte sind die Zertifizierung nach Klasse S und dokumentierte Konformitätsnachweise die praktische Anforderung.
Welches Budget sollte eine kleine Einrichtung einplanen?
Eine Basisfläche für 5 bis 10 Patienten beginnt bei 5.000 bis 15.000 EUR netto mit Bewegungstrainern, Bändern, leichten Gewichten und Barren. Der Ausbau zu einer mittleren Fläche mit medizinischem Cardio und Steckgewichtsgeräten führt zu einem Budget von 15.000 bis 35.000 EUR netto.
Sollen die Geräte ohne Aufsicht nutzbar sein?
Im klinischen Umfeld wird verordnete Bewegung von qualifizierten Fachkräften begleitet. Die Geräteauswahl sollte dennoch von fehlertoleranter Nutzung ausgehen: geführte Bewegungsbahnen, niedrige Anfangslasten, erreichbare Not-Aus-Elemente und klare bildliche Anleitungen.
Kann Outdoor-Ausstattung eine Rolle spielen?
Ja. Auf Senioren abgestimmte Außenstationen nach EN 16630 bringen Tageslicht und soziale Effekte hinzu, und Ausführungen in Edelstahl passen zum Investitionszyklus von 15 bis 20 Jahren, mit dem Gesundheitsimmobilien rechnen.
Statten Sie Ihre Trainingsfläche mit einem Partner aus
Light In Fitness begleitet Gesundheitseinrichtungen von der Dimensionierung und 3D-Planung über Lieferung und Montage bis zur Einweisung des Personals, mit Konformitätsunterlagen bei Anlieferung. Fordern Sie ein kostenfreies Angebot an, Antwort innerhalb von 24 Arbeitsstunden.
Sources et références
- Code du sport, articles R322-4 à R322-43 – garanties d’hygiène et de sécurité applicables aux établissements d’activités physiques et sportives (Légifrance)



