Auf dem Spielplatz passieren genau die Stürze, für die der Bodenbelag gemacht ist. Fallschutzplatten aus Gummi sind für Schulen, Kommunen, Campingplätze, Hotels, Wohnungsunternehmen und Einzelhandelsstandorte zur Standardlösung geworden, weil sie Stoßdämpfung mit einer stabilen, barrierearmen und pflegeleichten Oberfläche verbinden. Dieser Leitfaden erklärt, was die Platte ist, wie die Dicke gewählt wird, wie verlegt wird und was die Kosten bestimmt.
Ein Punkt bestimmt alles Weitere. Die Dicke wird nicht nach Optik und nicht für den ganzen Spielplatz auf einmal gewählt. Sie wird Gerät für Gerät gegen die freie Fallhöhe des jeweiligen Spielgeräts festgelegt und mit der HIC-Prüfung nach EN 1177 nachgewiesen. Eine Platte von 100 mm deckt die höchsten freien Fallhöhen eines Spielplatzes ab; niedrige Module brauchen sie nicht, und wer sie überall vorschreibt, verteuert das Projekt ohne Sicherheitsgewinn.
Was eine Fallschutzplatte ist
Aufbau
Die Fallschutzplatte ist ein flexibles Bodenelement, das Aufprallenergie aufnimmt. Der Körper besteht in der Regel aus rezykliertem Gummigranulat, unter Druck gebunden, mit einer eingefärbten Nutzschicht, wo eine fertige Optik gefordert ist. Das rezyklierte Granulat liefert die Dämpfung, die Nutzschicht die Farbbeständigkeit und die Rutschhemmung.
Geliefert wird in quadratischen Formaten, üblich sind 50 x 50 cm und 100 x 100 cm, meist mit Verzahnung oder Verdübelung Kante an Kante. Das macht die Verlegung schnell und erlaubt später die Reparatur einzelner Platten.
Warum der Belag entscheidet
Der stoßdämpfende Belag ist die Schicht, die aus einem Sturz vom Gerät eine Prellung statt einer Kopfverletzung macht. Er liefert zugleich eine rutschhemmende, entwässerte Gehfläche und senkt damit die alltäglichen Ausrutscher, die einen großen Teil der Vorfälle ausmachen. Ein normkonformer Belag ist die Voraussetzung dafür, die Fläche ruhigen Gewissens zu öffnen, und das Erste, worauf eine Prüfung schaut.
Weitere Vorteile
Neben dem Schutz gibt es Fallschutzplatten in mehreren Farben, womit sich Zonen markieren, Wege führen oder die Fläche schlicht attraktiver gestalten lässt. Sie sind pflegeleicht, witterungsbeständig, dank Verzahnung schnell verlegt und werden pro Quadratmeter kalkuliert, was die Budgetierung vereinfacht. Weil eine beschädigte Platte einzeln ausgetauscht werden kann, bleibt die Fläche über Jahre nutzbar, statt komplett erneuert werden zu müssen.
Dicke nach Fallhöhe spezifizieren
Wie die Norm arbeitet
EN 1177 legt fest, wie ein stoßdämpfender Bodenbelag geprüft wird. Ein Prüfkopf fällt auf die Oberfläche, das Kopfverletzungskriterium wird gemessen, und das Ergebnis ergibt die kritische Fallhöhe dieses Aufbaus. Die Spielgeräte selbst fallen unter EN 1176-1, eine eigene Norm, die die Strukturen und nicht den Boden abdeckt. Beide werden immer zusammen spezifiziert und nie vertauscht, und EN 16630 für Outdoor-Fitnessgeräte für Erwachsene hat auf einem Kinderspielplatz nichts zu suchen.
Geräteweise wählen, nicht flächenweise
Entnehmen Sie die freie Fallhöhe jedes Geräts der Herstellerdokumentation und wählen Sie dann die Plattendicke, deren geprüfte kritische Fallhöhe diese abdeckt. Ein niedriges Federwippgerät und ein hoher Kletterturm brauchen nicht denselben Aufbau. Die geräteweise Betrachtung hält das Projekt bezahlbar und normkonform zugleich und liefert eine Zonierungszeichnung, mit der Verleger und Prüfer gleichermaßen arbeiten können.
Die Dicken der Gummiplattenfamilie reichen von wenigen Millimetern für den Innenbereich bis 100 mm für die höchsten Fallhöhen im Spielbereich. Relevant sind hier nur die Spielplatzqualitäten: eine 7-mm-Sportbodenfliese ist kein Fallschutz und darf nie als solcher eingesetzt werden.
Plattentypen vergleichen
Platten aus rezykliertem Gummi bieten sehr gute Schlagfestigkeit und das beste Verhältnis pro Quadratmeter. Platten mit eingefärbter Nutzschicht kosten mehr und halten ihr Aussehen unter UV-Belastung und starker Nutzung länger. Beide können EN 1177 bei passender Dicke erfüllen. Beurteilen Sie sie nach geprüfter kritischer Fallhöhe, Farbstabilität und Entwässerung und nicht nach der Optik. Das gesamte Programm finden Sie unter Fallschutzböden.
Verlegung
Den Unterbau vorbereiten
Der Unterbau entscheidet über das Ergebnis. Der Untergrund muss eben, sauber und wasserdurchlässig sein, denn unter einer Platte stehendes Wasser hebt sie an, und Frost-Tau-Wechsel verschieben sie. Üblich ist eine verdichtete Trag- mit Ausgleichsschicht; die genaue Ausführung hängt vom Baugrund ab und gehört in die Verlegezeichnung.
Steht der Unterbau, werden die Platten Kante an Kante verlegt und verbunden. Prüfen Sie die Flucht laufend, denn eine abdriftende Reihe zeigt sich am Rand und erzeugt Stolperkanten. Eine Richtlatte oder Wasserwaage über der Fläche hält den Belag eben, und genau das macht ihn belaufbar.
Ränder und Übergänge
Angeschrägte Randplatten schließen die Fläche dort ab, wo der Belag auf Rasen oder Pflaster trifft, und machen den Bereich für Kinderwagen und Rollstuhl zugänglich. Lassen Sie am Rand einer Spielfläche nie eine senkrechte Stufe stehen.
Pflege
Regelmäßiges Entfernen von Schmutz, Laub und Unrat hält Leistung und Aussehen der Fläche; Wasser und ein mildes Reinigungsmittel genügen meist. Kontrollieren Sie auf Risse, angehobene Ecken und offene Fugen und tauschen Sie beschädigte Platten zügig. Bewahren Sie den Pflegenachweis zusammen mit der Gerätedokumentation auf, denn bei einer Prüfung wird beides gemeinsam betrachtet.
Feuchte und beschattete Bereiche
Dauerhaft feuchte Bereiche brauchen besondere Aufmerksamkeit. Eine rutschhemmende Oberflächenstruktur senkt dort das Risiko, und die Entwässerung unter den Platten begrenzt stehendes Wasser. Liegt die Spielfläche unter Bäumen, rechnen Sie mit organischem Eintrag, der Feuchtigkeit hält, und planen Sie die Reinigungsintervalle entsprechend.
Kosten und Angebot
Was den Preis bestimmt
Der Quadratmeterpreis hängt von der Dicke ab, davon, ob eine eingefärbte Nutzschicht vorgesehen ist, und von Oberfläche und Farbe. Dickere Platten für hohe Fallhöhen kosten mehr als dünne. Die Unterbauvorbereitung ist eine eigene Position und auf einem Standort ohne bestehenden Belag häufig die größere von beiden.
Ein brauchbares Angebot anfragen
Legen Sie die Fläche und die freie Fallhöhe jedes Geräts fest, bevor Sie anfragen, und legen Sie die Gerätedokumentation bei. Mit diesen Angaben kann ein Lieferant die Dicke zonenweise kalkulieren statt einer Einheitsdicke für die ganze Fläche, und das ist üblicherweise der Unterschied zwischen einem realistischen und einem überhöhten Preis.
Im Vergleich zu anderen Belägen
Es gibt Alternativen. Schüttungen wie Spielplatz-Holzhackschnitzel sind in der Herstellung günstiger, müssen aber nachgefüllt, nach Nutzung wieder verteilt und periodisch erneuert werden, und ihre Wirkung hängt daran, dass die Schichtdicke eingehalten wird. Gummiplatten kosten anfangs mehr, halten ihre geprüfte Leistung ohne laufenden Eingriff, sind für Rollstuhl und Kinderwagen befahrbar und lassen sich örtlich reparieren. Über die Nutzungsdauer ist der Plattenbelag häufig die günstigere Gesamtlösung.
Häufige Fragen
Sind 100 mm immer erforderlich?
Nein. 100 mm decken die höchsten freien Fallhöhen eines Spielplatzes ab. Niedrigere Geräte sind mit dünneren Qualitäten abgedeckt, und richtig ist die geräteweise Festlegung gegen die geprüfte kritische Fallhöhe statt des Maximums auf der ganzen Fläche.
Welche Norm gilt für die Geräte selbst?
EN 1176-1 für die Spielplatzgeräte, EN 1177 für den stoßdämpfenden Bodenbelag. Sie ergänzen einander und werden nie gegeneinander ausgetauscht.
Können Fallschutzplatten auf einen bestehenden festen Belag?
Häufig ja, sofern der bestehende Belag tragfähig, eben und wasserdurchlässig ist. Eine Begutachtung ist nötig, denn eine Fläche, auf der Wasser steht, verkürzt die Lebensdauer des Belags.
Wie lange halten Fallschutzplatten?
Bei sauberem Unterbau und routinemäßiger Reinigung bleibt ein gut spezifizierter Belag viele Jahre in Nutzung. Farbverlust und offene Fugen zeigen sich vor jedem Verlust an Stoßdämpfung, und einzelne Platten lassen sich austauschen.
Ihren Spielplatzbelag spezifizieren
Beginnen Sie beim Gerät und nicht beim Katalog: Listen Sie jedes Element auf, nehmen Sie seine freie Fallhöhe und lassen Sie daraus die Dickenzonierung entstehen. Legen Sie danach Unterbau, Randausbildung und Pflegeroutine im selben Dokument fest. Ein so ausgeführter Spielplatz besteht die Prüfung und bleibt nutzbar.
Light In Fitness liefert Fallschutzbeläge und Spielplatzgeräte an Kommunen, Schulen, Campingplätze, Hotels und Wohnungsunternehmen und hat seit 2013 mehr als 500 Anlagen ausgestattet. Senden Sie uns Ihren Lageplan und Ihre Geräteliste, und Sie erhalten eine zonierte Spezifikation. Angebot anfordern.
Réalisations documentées
- Dalles et sols sportifs : livraisons documentees – plusieurs chantiers
- Sol sportif exterieur, square Georges-Vallerey – Taverny (95)
Sources et références
- Décret n° 96-1136 du 18 décembre 1996 – prescriptions de sécurité relatives aux aires collectives de jeux (Légifrance)
- NF EN 1176-1 – Équipements et sols d’aires de jeux, partie 1 : exigences de sécurité et méthodes d’essai générales (AFNOR)
- NF EN 1177 – revêtements de surface amortissants : détermination de la hauteur de chute critique (AFNOR)



