Die Gesäßmuskulatur ist die größte Muskelgruppe der unteren Extremität und inzwischen einer der stärksten Nachfragetreiber im kommerziellen Studio. Für Studiobetreiber, Hotelbetriebe und kommunale Sportstätten lautet die Frage nicht mehr, ob eine Gesäßzone eingerichtet wird, sondern welche Geräte die Fläche wirklich verdienen. Dieser Leitfaden zeigt, welche Ausstattung sich rechnet und was Sie vor der Ausschreibung prüfen sollten.
Warum sich eine eigene Gesäßzone amortisiert
Gesäßtraining verbindet zwei Dinge, die selten zusammenfallen: hohe Mitgliedernachfrage und geringer Betreuungsaufwand. Die Bewegungen sind einfach zu vermitteln, sie passen für Einsteiger wie für Fortgeschrittene, und sie erzeugen genau die Sichtbarkeit, die eine Zone trägt. Eine gut geplante Gesäßzone entlastet zudem die Freihantelracks zur Stoßzeit und verbessert damit den Durchsatz der gesamten Fläche.
Der Haken: Gesäßtraining ist eine Mischung aus Maschinen-, Kabelzug- und Freihantelmustern. Eine einzelne Station deckt das nicht ab. Die folgende Spezifikation geht von dieser Realität aus.
Diese Geräte gehören in eine kommerzielle Gesäßzone
Schräge Beinpresse
Die 45-Grad-Beinpresse ist das Arbeitspferd jeder Unterkörperzone. Schon die Fußposition verschiebt den Schwerpunkt: eine hohe, breite Stellung verlagert die Last Richtung Gesäß und Ischiokrurale, eine tiefe Stellung Richtung Quadrizeps. Diese Vielseitigkeit bedeutet, dass ein Rahmen mehrere Mitgliederprofile bedient, und genau das brauchen Sie bei begrenzter Fläche. Unsere Gold Line Beinpresse 45 Grad ist mit 1.615,00 EUR zzgl. MwSt. gelistet und ist ein häufiger Einstieg für Studios, die ihre erste Unterkörperlinie aufbauen.
Wo lichte Höhe oder Grundfläche knapp sind, liefert eine vertikale Beinpresse eine vergleichbare Bewegung auf deutlich kleinerer Fläche.
Kabelzugstationen und Crossover
Am Kabelzug wird Gesäßtraining spezifisch. Kickbacks, Abduktion im Stand, Pull Through und widerstandsgeführte Muster laufen alle über eine verstellbare Umlenkrolle. Ein Mehrstationsturm lässt mehrere Mitglieder gleichzeitig unterschiedliche Muster trainieren, und das ist der Unterschied zwischen einer Zone, die fließt, und einer, die verstopft. Sehen Sie sich die Bodytone Kabelzugstationen an, wenn Sie diesen Flächenanteil dimensionieren.
Hip Thrust, Abduktion und spezielle Gesäßstationen
Speziell entwickelte Gesäßgeräte sind deutlich gereift. Eine eigene Linie deckt heute Hip Thrust, Abduktion und Glute Bridge mit sauberer Abstützung und Belastung ab. Die Bodytone Booty Area ist genau für diesen Einsatz im Studioumfeld ausgelegt.
Racks und Freihantelfläche
Kniebeuge und Ausfallschritt bleiben das Fundament. Sie lassen sich mit Langhantel, Kurzhanteln oder dem eigenen Körpergewicht belasten und sind damit das am besten skalierbare Muster auf der Fläche. Jede Planung einer Gesäßzone sollte Rack- und Plattformfläche vorsehen, statt jeden Quadratmeter mit Steckgewichtsmaschinen zu füllen.
Checkliste für die Ausschreibung
| Punkt | Worauf achten |
|---|---|
| Norm | EN ISO 20957-1 Klasse S für Innengeräte in beaufsichtigten gewerblichen Anlagen |
| Stellfläche | Grundfläche plus Bewegungsraum und Verkehrsfläche um jede Station |
| Verstellbarkeit | Verstellbereiche von Sitz, Rückenpolster und Fußplatte für Ihre tatsächliche Mitgliederstruktur |
| Belastung | Steckgewicht für Durchsatz und Einsteiger, Scheibenladung für kraftorientierte Mitglieder |
| Bodenbelag | Gummischutz unter jeder Station, an der Scheiben bewegt oder abgesetzt werden |
| Instandhaltung | Verfügbarkeit von Seilzügen, Rollen und Polstern über die Nutzungsdauer |
Trainingsplanung rund um die Geräte
Geräte wirken nur, wenn die Mitglieder sie in sinnvoller Reihenfolge nutzen. Zuerst die Mehrgelenkmuster, Kniebeuge, Ausfallschritt und Beinpresse, danach Kabelzug- und Abduktionsarbeit als Zusatzvolumen. Auch Ausdauertraining hat seinen Platz: Laufen, Radfahren, Rudern und Seilspringen beanspruchen die Gesäßmuskulatur und tragen zur allgemeinen Kondition bei, was besonders für Mitglieder mit dem Ziel Körperzusammensetzung statt Maximalkraft interessant ist.
Die Ernährung ist ebenso wichtig wie die Planung, gehört aber nicht zum Ausstattungsauftrag. Ein Studio steuert die Qualität und die Verfügbarkeit der Stationen sowie die Betreuung darum herum. Empfehlen Sie Ihren Mitgliedern, vor Beginn eines neuen Programms eine qualifizierte Trainerin, einen Trainer oder eine Ärztin beziehungsweise einen Arzt zu konsultieren.
Häufige Fragen
Wie viele Stationen braucht eine Gesäßzone?
Das hängt an der Auslastung zur Stoßzeit, nicht an der Gesamtfläche. Als Faustregel planen Sie die Zone nach der Zahl der Mitglieder, die gleichzeitig Unterkörper trainieren, und ergänzen Kabelzugkapazität, denn dort entstehen die Warteschlangen zuerst.
Steckgewicht oder Scheibenladung für Gesäßtraining?
Steckgewichtsmaschinen beschleunigen den Durchsatz und sind einsteigerfreundlich, scheibengeladene Rahmen erlauben schwerere Progressionen und werden von kraftorientierten Mitgliedern bevorzugt. Die meisten gewerblichen Flächen kombinieren beides.
Reicht ein einziges Gerät für die ganze Zone?
Nein. Hüftstreckung, Abduktion und kniedominante Muster belasten die Gesäßmuskulatur unterschiedlich, und kein einzelner Rahmen bildet alle drei gut ab. Eine sinnvolle Mindestausstattung besteht aus einer Beinpresse, einer verstellbaren Kabelzugposition und einer speziellen Station für Hüftstreckung oder Abduktion.
Sind leichtere Geräteklassen im Studio vertretbar?
Nein. Geräte in einer beaufsichtigten gewerblichen Anlage sollten nach EN ISO 20957-1 Klasse S spezifiziert sein. Leichtere Kategorien sind nicht für den Belastungszyklus einer Studiofläche ausgelegt.
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