Die Frage nach dem Untergrund kommt fast immer nach der Frage nach der Stärke, obwohl sie davor gehört: Der vorhandene Boden entscheidet, ob lose oder verklebt verlegt wird, ob gespachtelt werden muss und mitunter sogar, ob Sie die Stärke wechseln sollten. Das fordert jeder Untergrund.
Drei Bedingungen für jeden Untergrund
Was auch immer vorhanden ist, es muss eben, sauber und trocken sein. Diese drei Worte bedeuten konkrete Prüfungen:
- Eben: Kontrolle mit dem Zwei-Meter-Richtscheit. Eine dünne Fliese bildet Unebenheiten nach und macht sie sichtbar, eine dickere kaschiert sie besser.
- Sauber: Staub, Sinterschicht und Klebstoffreste verhindern bei verklebter Verlegung die Haftung und lassen die Fliesen bei loser Verlegung wandern.
- Trocken: Ein frischer Estrich muss durchgetrocknet sein, und ein Boden mit aufsteigender Feuchtigkeit wird vorher behandelt, nicht nachher.
Untergrund für Untergrund
| Untergrund | Machbarkeit | Worauf achten |
|---|---|---|
| Beton oder Estrich | Referenzfall | Ebenheit prüfen und den frischen Estrich vollständig austrocknen lassen |
| Keramische Fliesen | Geeignet | Fliesen müssen fest haften, hohle Fugen ausgleichen; eine ausgeprägte Fuge zeichnet sich unter einer 10 mm Fliese ab |
| Holzboden oder Parkett | Möglich | Zuerst die Tragfähigkeit prüfen: Das Problem sind die aufgestellten Lasten, nicht die Fliese |
| Vorhandener elastischer Belag | Im Einzelfall prüfen | Loser PVC- oder Linoleumbelag muss entfernt werden; ist er intakt und haftend, kann er als Untergrund dienen |
| Fußbodenheizung | Im Einzelfall freizugeben | Gummi dämmt: Die verlegte Stärke senkt die Wärmeabgabe. Vor der Bestellung klären |
| Erdreich, Kies, Schotter | So nicht | Nötig ist ein tragfähiger, dränierender Aufbau; auf weichem Boden verformt sich die Fliese und öffnet sich an den Fugen |
| Asphalt, Bitumen | Möglich | Saubere Fläche ohne ausgeprägte Unebenheiten; bei großer Hitze kann frischer Asphalt ausbluten |
Beton und Estrich
Das ist der einfachste Fall und derjenige, für den die Fliesen konzipiert sind. Lose Verlegung genügt auf einer Fläche, die von Wänden oder Geräten eingefasst ist; in Verkehrswegen und auf großen Flächen ist Verkleben notwendig. Auf frischem Estrich die Trocknungszeit einhalten, bevor abgedeckt wird.
Keramische Fliesen
Die Verlegung auf vorhandenen Fliesen erspart einen teuren Rückbau und funktioniert einwandfrei, sofern die Fliesen fest haften. Kritisch ist die Fuge: Eine hohle oder breite Fuge zeichnet sich mit der Zeit unter einer 10 mm Fliese ab. Zwei Lösungen: eine Spachtelung oder eine 15 mm Fliese, die Unebenheiten besser verträgt.
Holzdecken, Obergeschosse und Galerien
Die eigentliche Frage ist nicht die Fliese, sondern die Last: Eine Kraftfläche bringt das Gewicht der Geräte, der Hantelscheiben und der Nutzer ein. Auf einer Holzdecke oder einer Galerie wird die Tragfähigkeit vor der Belagswahl geprüft, mit der Bauleitung oder dem Tragwerksplaner. Auf altem oder leicht unruhigem Parkett schützt eine zwischengelegte Polyethylenfolie das Holz vor Restfeuchte und verhindert Abrieb. Ist dieser Punkt geklärt, wird das Thema akustisch, und eine unter der Fliese verlegte Trittschalldämmung ist das, was den Trittschall in den darunterliegenden Raum dämpft.
Fußbodenheizung
Gummi dämmt: Je größer die verlegte Stärke, desto geringer die Wärmeabgabe der darunterliegenden Heizung. Verlegeanleitungen für Fußbodenheizungen begrenzen deshalb den zulässigen Wärmedurchlasswiderstand des Belags. In der Praxis kann eine dünne Fliese dort möglich bleiben, wo eine dicke es nicht ist, doch das entscheidet keine allgemeine Tabelle. Nennen Sie uns die Art der Fußbodenheizung und die geplante Stärke vor der Bestellung, die Verträglichkeit wird im Einzelfall geprüft.
Außenflächen: Erdreich, Kies, Schotter
Eine Gummifliese ist kein selbsttragender Belag. Direkt auf Erde oder Rasen verlegt folgt sie den Bewegungen des Untergrunds, öffnet sich an den Fugen und hält Feuchtigkeit fest. Nötig ist ein tragfähiger, dränierender Aufbau, verdichteter Kies oder eine Betonplatte je nach Nutzung. Für den dauerhaften Außeneinsatz greifen Sie zu dafür vorgesehenen Produkten: Unser Outdoor-Sportboden ist auf UV-Strahlung, Frost und Wasserablauf ausgelegt. Planen Sie in jedem Fall ein leichtes Gefälle ein, denn stehendes Wasser unter den Fliesen zerstört auf Dauer den Aufbau.
Feuchtigkeit und kapillar aufsteigendes Wasser
Das ist der Punkt, der in Garagen, Kellern und Altbauten die meisten bösen Überraschungen verursacht. Da Gummi kaum durchlässig ist, bleibt die aus dem Untergrund aufsteigende Feuchtigkeit eingeschlossen: Gerüche, Versagen des Klebers, Schädigung des Untergrunds. Ein einfacher Test gibt einen ersten Hinweis: Kleben Sie ein Quadrat Kunststofffolie ringsum dicht auf den Boden und lassen Sie es 24 bis 48 Stunden liegen. Zeigt sich darunter Kondenswasser, gibt der Boden Feuchtigkeit ab und das Problem muss vor der Verlegung behoben werden.
Was der Untergrund am Angebot ändert
- Spachtelung: eine eigene Position, sobald die Ebenheit nicht stimmt, und auf großer Fläche oft günstiger als der Sprung zur nächsten Stärke.
- Lose oder verklebt: Das entscheiden Untergrund und Flächengröße, nicht die Vorliebe.
- Unterlage: im Obergeschoss für die Akustik sinnvoll oder zum Ausgleich eines leicht unebenen Untergrunds.
- Stärke: Ein unvollkommener Untergrund drängt zu einer größeren Stärke, was den Quadratmeterpreis verändert.
Das gesamte Programm finden Sie unter Gummi-Bodenfliesen. Für eine Kalkulation, die Ihren Untergrund berücksichtigt, fordern Sie ein Angebot an und geben Sie die Art des vorhandenen Bodens und die Fläche an.
Häufige Fragen
Kann man Gummifliesen auf Fliesen verlegen?
Ja, wenn die Fliesen fest haften und der Boden sauber und trocken ist. Kritisch ist die Fuge: Eine hohle oder breite Fuge zeichnet sich unter einer dünnen Fliese ab. Eine Spachtelung oder eine Stärke von 15 mm löst das.
Kann man direkt auf Erde oder Rasen verlegen?
Nein. Eine Gummifliese ist nicht selbsttragend: Auf weichem Boden verformt sie sich, öffnet sich und hält Feuchtigkeit fest. Nötig ist ein tragfähiger, dränierender Aufbau, verdichteter Kies oder eine Betonplatte, oder ein Produkt für den Außeneinsatz.
Und auf einer Fußbodenheizung?
Gummi dämmt und senkt die Wärmeabgabe mit zunehmender Stärke. Die Verträglichkeit wird im Einzelfall nach Art der Heizung und geplanter Stärke geprüft, geben Sie beides vor der Bestellung an.
Woran erkenne ich zu feuchten Untergrund?
Kleben Sie ein Quadrat Kunststofffolie ringsum dicht auf den Boden und warten Sie 24 bis 48 Stunden. Kondenswasser unter der Folie bedeutet, dass der Untergrund Feuchtigkeit abgibt. Sie muss vor der Verlegung behandelt werden, sonst bleibt sie unter dem Gummi eingeschlossen.
Muss gespachtelt werden?
Sobald die Kontrolle mit dem Zwei-Meter-Richtscheit deutliche Unebenheiten zeigt. Auf großer Fläche ist Spachteln oft günstiger als der Wechsel zu einer größeren Stärke, die die Unebenheiten kaschieren soll.
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